In Industriestrategie

Minister kündigt neun neue Lehrberufe an

Oberösterreich
12.01.2026 17:00

Bei einem Besuch bei Motorenhersteller BRP-Rotax in Oberösterreich verriet Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) weitere Details zur Industriestrategie: In jeder der angekündigten neun Schlüsseltechnologien soll ein neuer Lehrberuf entstehen. Zudem dürfte die Rot-Weiß-Rot-Karte auf Auszubildende ausgeweitet werden.

Fast alles geht ins Ausland: Der Motorenbauer BRP-Rotax aus Gunskirchen (in der Nähe von Wels) hat eine Exportquote von 99,5 Prozent. Trotzdem trifft der Zollstreit den Hersteller von Fahrzeugen für Gelände, Wasser, Schnee und Luft kaum, denn 85 Prozent der Produktion am oberösterreichischen Standort mit rund 1500 Mitarbeitern gehen ins Werk der BRP-Konzernmutter nach Mexiko.

Dennoch meint Geschäftsführer Mario Gebetshuber mit Blick auf die weltweiten Unsicherheiten: „Die Rahmenbedingungen sind derzeit nicht einfach.“ Sein Rezept: „Wir werden uns langfristig am Standort nicht über Massenproduktion festigen können, sondern über Technologie.“

BRP-Rotax entwickelt Freizeit- und Sportfahrzeuge wie Ski-Doos oder Karts. Der Umsatz sank im ...
BRP-Rotax entwickelt Freizeit- und Sportfahrzeuge wie Ski-Doos oder Karts. Der Umsatz sank im vergangenen Geschäftsjahr um 25 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro.(Bild: Markus Wenzel)

Neun neue Lehrberufe
Damit lieferte der BRP-Rotax-Chef einen aufgelegten Elfmeter für Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP), der den Betrieb am Montag wohl nicht zufällig für einen Besuch auswählte und dabei weitere Details zur Industriestrategie verriet. Diese soll am Mittwoch offiziell präsentiert werden. Wie berichtet, will die Regierung neun Schlüsseltechnologien definieren – und in jeder davon soll ein neuer Lehrberuf entstehen, sagte der Minister nun in Gunskirchen.

Mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende
Derzeit gibt es bundesweit mehr als 200 verschiedene Lehrberufe. In Oberösterreich kämpfen viele Betriebe allerdings damit, überhaupt Auszubildende zu finden: Die Zahl der Lehrlinge sank seit 2014 um rund zehn Prozent. Aktuell gibt es mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende.

Ob es da die richtige Lösung ist, einfach weitere neun Lehrberufe zu kreieren? „Wir werden den Wettbewerb der Lehrlinge nicht gewinnen mit dem klassischen Mechaniker und Friseurberuf, sondern wenn wir uns auf moderne Lehrberufe fokussieren“, argumentiert Hattmannsdorfer.

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Wir werden nie ein Billiglohnstandort sein. Aber wir können ein Standort der besten Fachkräfte sein. Das sind wir nur, wenn wir attraktive Ausbildungen haben.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP)

Rot-Weiß-Rot-Karte auch für Lehrlinge
Ebenfalls Teil der Industriestrategie dürfte die Ausweitung der Rot-Weiß-Rot-Karte für Drittstaatsangehörige sein – von Fachkräften auf volljährige Lehrlinge. Auch diese Maßnahme könnte bereits am Mittwoch offiziell vorgestellt werden.

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