Während Andreas Babler in seinem Heimatbundesland um bundesweite Zustimmung wirbt, schmeißt sein möglicher Herausforderer, Ex-Kanzler Christian Kern, in Wien eine Geburtstagsparty. Von dort ist zu hören: Kern ist bereit für ein „aufregendes neues Lebensjahr“ – und will sich in der Causa prima noch im Jänner entscheiden.
Österreichs Sozialdemokraten fühlen sich dieser Tage besonders oft an das Frühjahr 2023 und den Zweikampf von Andreas Babler und Hans Peter Doskozil um die SPÖ-Spitze zurückerinnert. Einmal mehr waren es diese Woche und ganz speziell am Samstag nämlich zwei Männer, die bei der SPÖ an unterschiedlichen Orten besonders im Fokus standen. Einer hatte Grund zum Feiern, einer musste Treueschwüre einfordern.
Bei Letzterem handelt es sich um SPÖ-Chef Andreas Babler. Bei einem – bereits vor dem Erscheinen der „Krone“-Umfrage – angesetzten Neujahrstreffen des SPÖ-Parteipräsidiums mit den Mitgliedern der Regierung versammelte Babler in Gumpoldskirchen Gefolgsleute um sich.
Sind die roten Reihen geschlossen?
Offiziell ging es laut der Einladung, die der „Krone“ vorliegt, um die „Beratung über inhaltliche und kommunikative Maßnahmen für das erste Halbjahr“. Inoffiziell aber auch darum, die roten Reihen nach den Gerüchten um ein Comeback von Christian Kern rechtzeitig vor dem Parteitag am 7. März zu schließen.
SPÖ-Landesparteichef offen für Kern-Kandidatur
Dass das nicht so einfach ist, untermauert auch eine Aussage des baldigen neuen Kärntner Landeshauptmanns Daniel Fellner zur „Krone“. Noch vor dem Treffen in Gumpoldskirchen sicherte er Babler seine Unterstützung zu, versah die Ansage aber mit einem Aber: „Christian Kern, Max Lercher, Hans Peter Doskozil, Max Mustermann – egal wer, ich werde mich nicht gegen eine Kandidatur stellen.“
Kern entscheidet noch im Jänner
Für Christian Kern lag der Fokus am Samstag indes klar in Wien. Nicht aber, weil ihn die Äußerungen des Bürgermeisters Michael Ludwig zu Andreas Babler großartig überrascht hätten, sondern viel eher, weil er in der Innenstadt abends seinen 60. Geburtstag feierte. „Tritt er jetzt gegen Babler an, oder nicht?“, wurde auch dort gerätselt.
Aus den Reihen der roten Gegenveranstaltung in Wien war eindeutig zu hören: Kern sei bereit für ein „aufregendes neues Lebensjahr“. Und: Noch im Jänner soll es eine gut überlegte und offizielle Antwort auf die Fragen aller Fragen geben. Bei der Sitzung des Bundesparteivorstands am 13. Februar müsste Kern dann auch schon die erste Abstimmung gewinnen und eine einfache Mehrheit der in Summe 51 Vorstandsmitglieder von seiner Kandidatur überzeugen.
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