Bundesheer-Aufreger

Personalvertreter wollen keine werbenden Soldaten

Oberösterreich
09.01.2026 09:00

Auch Gewerkschafter des Bundesheeres zeigen kein Verständnis für den Vizeleutnant, der Grundwehrdienern in Enns die Vorzüge heeresfremder Produkte angepriesen hatte. 

Ein Vizeleutnant, der Grundwehrdiener in einen privaten Army-Shop schleust und dann vor den in Reih’ und Glied stehenden Schutzbefohlenen eine Art Verkaufsveranstaltung abhält; und ein Heereskommandant, der für Werbevideos desselben Stores im Tarnanzug postiert: Beides fand – wie berichtet – kürzlich so in Enns statt.

Die Rechtsabteilung des Verteidigungsministeriums prüft nun beide Fälle, es drohen auch Disziplinarstrafen. Doch was sagen Personalvertreter des Bundesheeres zu der ungewöhnlichen Causa?

Reinhard Atteneder
Reinhard Atteneder(Bild: Dominik Huber)

„Ich bin selbst Vizeleutnant und war im Dienst schon bei allen Temperaturen draußen. Aus Erfahrung kann ich bestätigen, dass die neue Ausrüstung, die das Bundesheer seit zwei Jahren ausgibt, absolut top ist“, betont Reinhard Attenender. Die einzelnen Teile seien nicht billig, sondern von sehr guter Qualität.

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Bei der Qualität unserer Ausrüstung gab es in den vergangenen Jahren eine wirkliche Trendwende. Es ist längst nicht mehr nötig, sich privat etwas zuzukaufen.

Personalvertreter Reinhard Atteneder

„Bei den Schuhen etwa stehen künftig mehrere Markenprodukte zur Auswahl. Man nimmt, was einem am besten zusagt.“ Auch Handschuhe und Jacken seien super: „Es ist längst nicht mehr nötig, bei privaten Anbietern zuzukaufen.“

Dass ein Vizeleutnant in der Dienstzeit mit Grundwehrdienern in einen Army-Shop fährt, um das dortige Sortiment zu bewerben, gefällt Atteneder gar nicht: „So etwas ist klar abzulehnen!“ 

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