Die erste große Wasserweihe in St. Andrä am Zicksee fand am 6. Feber 2016 statt. Auch heuer, diesmal am 24. Januar, lädt die orthodoxe Mönchsgemeinschaft zu der Segnung ein.
In St. Andrä am Zicksee gibt es das erste und einzige orthodoxe Kloster Österreichs. Die Mönchsgemeinschaft lädt seit 2018 gläubige Christen und interessierte Gäste zur feierlichen „Großen Wasserweihe“. 2023 fand die letzte „Große Wasserweihe“ statt. Damals war der Zicksee leer. Metropolit Arsenios segnete damals eine kleine Schale mit Wasser. Dann sprach er gemeinsam mit den Anwesenden ein Gebet für die Rückkehr des Wassers. Glaubt man nun an die Kraft des Gebetes – oder an den Kreislauf der Natur – der Zicksee hat sich in den vergangenen beiden Jahren wieder halbwegs erholt. 2025 gab es zumindest wieder eine geschlossene Wasserdecke.
Erinnerung an die Taufe Jesu im Jordan
Die Wasserweihe ist eines der feierlichsten Feste in der orthodoxen Kirche. Sie soll an die Taufe Jesu im Jordan erinnern. Nach dem Verständnis der Religionsgemeinschaft offenbart sich in diesem Moment die Dreifaltigkeit – die Stimme des Vaters war zu hören, der Sohn stand im Wasser und der Heilige Geist schwebte in Gestalt einer Taube herab.
Die Feierlichkeiten am 24. Januar beginnen um 10 Uhr direkt am Ufer des Zicksees. Sie wird auch diesmal vom griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenios von Austria persönlich geleitet.
Bei der Wasserweihe tauchen Bischof oder Priester das Kreuz dreimal in das Wasser und segnen es. Dadurch wird das Wasser nicht nur symbolisch gereinigt, sondern geheiligt. Es gilt als „Wasser des Lebens“, das die Schöpfung erneuert. Gläubige trinken von diesem Wasser und besprengen damit ihre Häuser und Felder, um Schutz und Segen für das kommende Jahr zu erbitten. Wird ein Gewässer wie der Zicksee geweiht, symbolisiert das die Heiligung der gesamten Natur und soll den Menschen an seine Verantwortung als Hüter der Schöpfung erinnern.
Einladung zur Agape direkt am Zickseeufer
Im Anschluss an die liturgische Zeremonie bricht der Metropolit direkt nach Wien auf, um im Stephansdom an der Weihe des neuen Erzbischofs von Wien teilzunehmen. Die „Freunde des Klosters Maria Schutz“ bitten am Zickseeufer zur winterlichen Agape zum persönlichen Austausch.
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