Unglaubliche Kosten und viel Steuergeld: Der Ärger über die neuen „goldenen“ öffentlichen Toiletten in Wien geht jetzt weiter. Denn eine halbe Million Euro war nicht der höchste Preis.
Die enorm hohen Kosten für eine neue WC-Anlage in der Donaustadt sorgten für große Aufregung – sie kostete unglaubliche 544.888,97 Euro. Gleich zweimal wurde die Toilette mutwillig mit Böllern schwer beschädigt. Durch die wiederholten Sprengungen war die Anlage nicht mehr reparabel. Dafür blechen musste allerdings der Steuerzahler. Jetzt geht der Ärger weiter.
Viel Geld für die Erleichterung
„Eine weitere, baugleiche WC-Anlage wird im Siedlungsgebiet Berresgasse An der Neurisse, gebaut“, so „Krone“-Leserin Elisabeth B. Doch die neuen, öffentlichen Toiletten sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt: etwa im Resselpark, bei der Jesuitenwiese in der Rotundenallee oder auch im Auer-Welsbach-Park. Waren die Kosten für diese Toiletten ebenfalls derartig hoch? Die „Krone“ hat nachgefragt.
Die neue WC-Anlage im Resselpark kostete gleich stolze 670.000 Euro! Für das Klo im Auer-Welsbach-Park waren es 386.000 Euro. 226.000 Euro hat das stille Örtchen im Prater gekostet. Die MA48 betont, „dass bei diesen Kosten auch die erforderlichen Umfeldmaßnahmen wie Entsiegelung, Parkflächen und die Herstellung der erforderlichen Infrastruktur (Wasser, Abwasser, Strom) inbegriffen sind.“
Nutzen, Kosten, Ziele
Doch warum ist es gar so teuer? Ein Grund: Die Neubauten in Edelstahlbauweise entstehen seit dem Jahr 2015 in modularer Bauweise mit Betonfertigteilen und Graffitischutz. Fassadenbegrünung gibt es mit drauf, sofern umsetzbar.
Ziel sei es, saubere und sichere öffentliche Bedürfnisanstalten bedarfs- und kundenorientiert zur Verfügung zu stellen, so die MA48. Es sind jedenfalls weitere neue WC-Standorte geplant. Der Bedarf werde in engem Austausch mit den jeweiligen Bezirken abgestimmt und derzeit geprüft.
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