Beim Salzburger Stier

Westligist fiel strittiger Situation zum Opfer

Salzburg
04.01.2026 14:52

Beim Salzburger Stier gab es am Wochenende mehrere Aufreger. Samstag wurden die Spiele von Croatia Salzburg wegen eines zu unrecht eingesetzten Spielers annulliert. Sonntag erwischte es St. Johann, das einer strittigen Situation zum Opfer fiel. Am Nachmittag beehrte auch Alexander Schlager sowie ein Ex-Bullen-Stürmer den Stier.

Der Salzburger Stier ist nicht nur ein einfaches Hallenturnier. Die teilnehmenden Mannschaften freuen sich jedes Jahr auf das Turnier in der Sporthalle Alpenstraße, wollen sich bestens präsentieren. Dass der Bandenzauber sehr ernst genommen wird, zeigte sich auch bei der 43. Ausgabe. Denn bei Croatia Salzburg gab es kein Halten mehr, als alle drei Gruppenspiele mit 0:3 gewertet wurden. Grund war der Einsatz von David Tadic, der beim ASV Salzburg gemeldet ist und für den Stier eine Freigabe erhielt. Eine Email von ASV-Obmann Robert Neureiter an Croatias Sektionsleiter Bozo Tadic, wonach der genannte Spieler eine Freigabe erhielt, ging bei der Kontrolle vor den Partien noch durch. „Ein Fehler von uns“, gab Stier-Organisator Thomas Selner zu. Denn die Gastspielerregelung ist Geschichte, der Spieler Tadic hätte laut Selner offiziell bei Croatia angemeldet werden müssen, eine Freigabe nur für den Stier war zu wenig.

Croatia Salzburg (re.) wäre sportlich mit Wals-Grünau in die Zwischenrunde aufgestiegen.
Croatia Salzburg (re.) wäre sportlich mit Wals-Grünau in die Zwischenrunde aufgestiegen.(Bild: Andreas Tröster)

Croatia wollte die erst nach den Spielen getroffene Entscheidung nicht akzeptieren, zeigte sich erzürnt. Der 1. Klasse Nord-Klub hätte sportlich nämlich den Einzug in die Zwischenrunde geschafft. „Du bemühst dich und dann entscheiden sie Sachen, wie es ihnen passt. Für mich ist das ein Skandal, sie haben kein Fingerspitzengefühl gezeigt“, sagte Sektionsleiter Tadic. Er ergänzte: „Für mich ist der Stier gestorben, das unterstütze ich sicher nicht mehr!“ Rumms!

Zeit fälschlicherweise gestoppt
So weit ging St. Johann nicht. Der Westligist kam zwar in die Zwischenrunde, schied dort aber in einer Gruppe mit Grödig, Seekirchen, Hallein und Neumarkt als Letzter aus. Der große Aufreger passierte im letzten Spiel gegen Neumarkt, das am Ende 5:6 aus Sicht der Pongauer verloren ging. Weil St. Johann den Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler tauschte und dieser sich das Leiberl, das den Torhüter ersichtlich machen sollte, noch nicht angezogen hatte, wurde die Zeit gestoppt – inklusive Hallendurchsage. Der Schiedsrichter pfiff jedoch nicht ab. Neumarkt spielte weiter und traf. „Eigentlich darf nur der Schiedsrichter mit einem Pfiff die Zeit stoppen. Ich habe ihn dann gefragt, ob er das Tor geben will oder nicht. Wenn er es nicht gibt, wäre alles erledigt gewesen“, erklärte Selner die kuriose Situation. „Wir müssen in den anderen Spielen sicher besser spielen, aber das hat uns sicher mindestens einen Punkt gekostet“, war St. Johann-Coach Johannes Schützinger in seinem letzten Match in dieser Funktion sauer. 

Neumarkt (li.) schied in der Zwischenrunde des Stiers aus.
Neumarkt (li.) schied in der Zwischenrunde des Stiers aus.(Bild: Andreas Tröster)

In Zwischenrundengruppe A setzte sich Puch vor Thalgau und HSV Wals durch. Golling schied als Vierter genauso wie Obertrum auf. Am späteren Nachmittag kam dann auch Salzburg-Goalie Alexander Schlager wieder in die Halle und gab sich unter anderem die Partien von Wals-Grünau, Anif oder SAK. Auch der ehemalige Salzburg- und Bayern-Stürmer Alexander Zickler schaute vorbei.

Alexander Schlager (Mitte, in weiß) ließ sich die Zwischenrunde des Stiers nicht entgehen.
Alexander Schlager (Mitte, in weiß) ließ sich die Zwischenrunde des Stiers nicht entgehen.(Bild: Andreas Tröster)

Am Dienstag spielen sich die Mannschaften den Titel beim 43. Salzburger Stier aus. Noch einen Tag davor findet der Ladies-Hallencup (ab 17 Uhr) mit acht Teams statt. Ebenfalls am Montag zaubern zahlreiche Promis am Parkett (ab 18 Uhr). Bei den vier Mannschaften sind mit Bayern-Sportdirektor Christoph Freund, Alexander Manninger, Patrik Jezek, die Berger-Brüder Hans-Peter und Markus oder auch Alexander Zickler zahlreiche bekannte Namen am Start. Nur Union Berlins Co-Trainer Markus Hoffmann musste kurzfristig absagen, für ihn springt Ex-Grödig-Profi Lukas Schubert ein.

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