Auf der Skiflugschanze am Kulm herrscht in den nächsten Tagen Hochbetrieb. Erstmals kämpfen nicht nur die Skiflug-Spezialisten in der Steiermark um Weltcup-Punkte, sondern auch die Nordischen Kombinierer.
Nach der Absage von Olympiasieger Jan Hörl, der wegen Rückenproblemen pausiert, sind aus heimischer Sicht Hörls Super-Team-Goldpartner Stephan Embacher, Daniel Tschofenig, Stefan Kraft, Manuel Fettner bei seinem letzten Österreich-Antreten sowie Maximilian Ortner, Clemens Aigner und Jonas Schuster am Start. Für Kraft ist es nach einer nach starkem Start durchwachsenen Saison mit bisher drei Podestplätzen und katastrophalen Olympischen Spielen (Ränge 27 bzw. 36 von Normal- und Großschanze) die Rückkehr an den Schauplatz eines großen Triumphes. Vor zwei Jahren kürte sich der Salzburger in Bad Mitterndorf zum Skiflug-Weltmeister.
„Dann kann Skispringen ein Hundling sein“
Kraft, der am Mittwoch einen Skitag in Großarl einlegte, hat Olympia abgehakt. „Das ist natürlich sehr enttäuschend, aber ich kann mir nichts vorwerfen, ich habe da unten wirklich alles probiert. Ich habe gekämpft wie ein Löwe, dass ich es irgendwie hinkriege oder ein Gefühl aufbaue“, blickte Kraft noch einmal zurück. Doch er habe sich in der Anlaufspur einfach nicht wohl gefühlt. „Dann kann Skispringen echt ein Hundling sein.“
Der Auftritt in Predazzo hatte Kraft so gewurmt, dass er zwei Tage nach Olympia auf der Großschanze in Predazzo gleich wieder trainiert hat. „Weil es mir keine Ruh‘ lassen hat. Es hat dann von Anfang an wieder sehr gut funktioniert“, war Kraft froh, dass er das Thema in seinem Kopf wieder abschließen konnte.
Zehn Einzelbewerbe auf dem Kulm, in Lahti, Oslo, Vikersund und Planica stehen noch auf dem Programm. Und das gefällt Kraft. „Es sind fünf Wochenenden, fünf Schanzen, die ich alle sehr gerne mag. Auch Lahti und Oslo sind eine meiner Lieblingsschanzen“, frohlockt der insgesamt vierfache Einzel-Weltmeister. Da würde es ihm normal etwas leichter fallen. „Das kommt genau recht, mit drei Mal Skifliegen noch.“
Testballon für Kombinierer
Für Kombinierer Johannes Lamparter, Stefan Rettenegger und Co. ist der Trip nach Bad Mitterndorf mit Einsatz am Freitag hingegen absolutes Neuland. Denn von einer Flugschanze sind Nordische Kombinierer bisher im Weltcup noch nie geflogen. Durch die zu erwartende große Streuung bot sich ein Kompaktbewerb an, der fixe Zeitrückstände je nach Platzierung für die 7,5-km-Loipe vorgibt. Die Veranstaltung ist vorerst eine Art Testballon, aktuell sind keine weiteren Skiflug-Weltcups für diese Sparte vorgesehen. Lamparter geht mit 1.122 Punkten und 143 Zählern Vorsprung auf den dreifachen Olympiasieger Jens Luraas Oftebro in die restlichen drei Einzelbewerbe.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.