„Krone“-Gemeindeserie

Rodelbilder aus Bramberg gehen um die Welt

Salzburg
27.02.2026 11:00

Bramberg ist stolz auf die touristische Entwicklung mit weitherum bekannten Aushängeschildern wie der Rodelbahn und wälzt neu Projekte. Allen voran: die neue Feuerwehr, wo der Abriss gerade startet. 

Die Schlitten stehen Kufe an Kufe bereit und Verleiher Kaspar Prossegger macht jedem Interessierten sofort Lust auf die längste beleuchtete Rodelbahn der Welt. Er zeigt stolz ein Video, das gerade millionenfach geteilt wurde. „7000 Rodler kamen allein an einem Samstag“, freut sich ÖVP-Bürgermeister Hannes Enzinger zurecht über den Tourismus-Magneten. Ob nicht zuletzt zu viele Appartements entstanden? Rückgrat sei die eigentümergeführte Hotellerie, betont er. „Aber es braucht beides.“

Allein an einem starken Tag kommen 7000 Rodelgäste.
Allein an einem starken Tag kommen 7000 Rodelgäste.(Bild: Kerstin Jönsson)

Bramberg ist mit 4131 Einwohnern nach Mittersill die zweitgrößte Gemeinde im Oberpinzgau. 18,5 Millionen Euro sind im Budget. Und es gibt auch in Sparzeiten einige Vorhaben. „Feuerwehr und Bauhof bauen wir heuer neu“, informiert der Ortschef. Die alte Zeugstätte aus den 1970er-Jahren wird abgerissen. Die Feuerwehr zahlt das selbst aus der Mannschaftskasse. Die Kosten für das Projekt betragen insgesamt acht Millionen Euro abgespeckt.

Bramberg

  • Einwohner: 4131
  • Fläche: 117,3 Quadratkilometer
  • Bezirk: Pinzgau

Die Gemeinde ist bei dem Projekt selbst Bauträger. Drei Millionen Euro sollen aus dem Gemeindeausgleichsfonds nach Bramberg fließen. „Dafür haben wir die fixe Zusage vom Land“, macht sich der Ortschef keine Sorgen, dass da noch gespart werden könnte.

Bramberg erlebt als zweitgrößter Ort im Oberpinzgau eine dynamische Entwicklung.
Bramberg erlebt als zweitgrößter Ort im Oberpinzgau eine dynamische Entwicklung.(Bild: Kerstin Jönsson)

Ebenso weit oben auf der Agenda steht die Zukunft der Senioren: 71 ältere Menschen aus vier Gemeinden werden derzeit in Bramberg betreut. Ein Ausbau soll folgen. Enzinger: „Wir wollen noch einmal 60 Betten, mussten das aber auf Eis legen.“ Jetzt wurde vom Land schon Unterstützung signalisiert, weil im Pinzgau der Bedarf nach zusätzlichen Betten hoch ist.

Den Oberpinzgauer Hochwasserschutz, wo gerade erste Projekte verhandelt wurden, begrüßt der Bürgermeister. „Es braucht eine gute Lösung für alle!“ Mögliche Schutzbauten im Bramberger Habachtal werden noch geprüft.

Es gibt keine großen Lücken in der Infrastruktur, aber einen Wermutstropfen: Die Pinzgaubahn fährt schon seit Jahren nicht mehr nach Bramberg. „Dabei haben wir sechs Bahnhöfe und damit eigentlich mehr als Wien“, scherzt Enzinger. Er hofft, dass die Züge bald wieder bis Bramberg und schließlich Krimml Fahrt aufnehmen werden.

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