Wenig Schnee, kaum Beschneiung, zu wenige Gäste! Die Abtenauer Bergbahnen in Salzburg sind in die Insolvenz geschlittert. Mehr als vier Millionen Euro Schulden hat das Skigebiet angehäuft. Der Betrieb soll dennoch weitergehen – auch dank der Hilfe des Raiffeisenverbands ...
„Leider ging es nicht mehr anders, wir mussten handeln.“ Für Walter Pendl war der Schritt schmerzhaft, aber unabdinglich. Der Geschäftsführer der Abtenauer Bergbahnen musste am Mittwoch Insolvenz für das Tennengauer Skigebiet anmelden.
4,2 Millionen Euro an Schulden hat man mittlerweile angehäuft. „Der Winter heuer verlief nicht gut, wir konnten immer nur im Teilbetrieb fahren“, meint Pendl.
Zudem sollen die Verzögerungen und die unerwarteten Kostensteigerungen bei der Errichtung des neuen Speicherteichs für die künstliche Beschneiung die finanziellen Probleme massiv verschärft haben. Hinzu kommen Streitigkeiten mit einer Baufirma. „Wir konnten heuer nicht ausreichend beschneien“, gibt Pendl zu.
Alle Mitarbeiter dürfen bleiben
Der Skibetrieb am Abtenauer Karkogel läuft weiter. Man strebt ein Sanierungsverfahren an, die knapp 45 Gläubiger sollen eine 20-Prozent-Quote erhalten. Pendl: „Wir sind sehr zuversichtlich, müssen auch keine unserer Mitarbeiter kündigen.“
Übernimmt der Raiffeisenverband?
Haupteigentümer des Familien-Skigebiets sind die Gemeinde Abentau (58,4 Prozent) und der örtliche Tourismusverband (31,3 Prozent). Bei der Sitzung der Gemeindevertretung stellte man am Donnerstagabend die Weichen für die Zukunft. Man fasste den Grundsatzbeschluss, die Gemeindeanteile am Skigebiet abtreten zu wollen.
Einen Interessenten gibt es. „Der Raiffeisenverband wäre bereit, die Sanierung zu finanzieren – und hätte dafür gerne ein Mitspracherecht“, betont Bürgermeister Johann Schnitzhofer (ÖVP).
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