In den kommenden Tagen zeichnet sich in Tirol eine Wetterkonstellation ab, welche zu eisigen Temperaturen führt. Die GeoSphere Austria gibt daher für die nächsten Tage für Tirol eine orange Kältewarnung aus – das Land Tirol nimmt dies zum Anlass, um die Bevölkerung ebenfalls zu sensibilisieren.
„Es ist Winter und im Winter kann es in Tirol durchaus kalt werden. Jedoch liegt eine vergleichbare Wetterlage mit einem solchen Kaltluftvorstoß bereits einige Jahre zurück“, erklärt Elmar Rizzoli, Leiter des Krisen- und Katastrophenzentrums. Laut GeoSphere soll lebhafter Wind die Kälte noch zusätzlich verschärfen.

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist vor allem Nordtirol – besonders höhere Täler - betroffen: In der Nacht von Sonntag auf Montag ist bei klarer Nacht verbreitet strenger Frost mit bis zu -15 Grad Celsius zu erwarten. In höheren Tälern wird von sehr strengem Frost (unter -15 Grad Celsius) ausgegangen, der Höhepunkt sollte dort in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag erreicht werden – dann hat es auf 1500 Metern Seehöhe bereits -12 Grad Celsius und auf 2000 Metern -15 Grad Celsius.
Bei solchen Temperaturen kann die Nacht im Freien lebensgefährlich sein.

Elmar Rizzoli
Bild: Christof Birbaumer
Kälte in Osttirol weniger stark
In Osttirol dürfte die Kälte aufgrund eher dichterer Bewölkung etwas weniger stark ausgeprägt sein. Die GeoSphere Austria betont, dass der weitere Temperaturverlauf von der Tiefdruckentwicklung im Süden abhängt und Unsicherheiten mit sich bringt. Nach derzeitigem Stand und den vorliegenden Wetterprognosen dürften in Nordtirol bis inklusive Mittwoch bzw. in Osttirol bis inklusive Donnerstag weitere Nächte mit teils strengem Frost bevorstehen. Die Temperaturen kommen tagsüber auch bei sonnigem Wetter kaum über -8 bis -5 Grad Celsius in den Niederungen hinaus.
Land weist auf Kälte-HOTline hin
Vonseiten des Landes wird auch einmal mehr auf die Kälte-HOTline der Tiroler Soziale Dienst GmbH (TSD) verwiesen: Unter der Nummer 0512/21447 kann diese erreicht werden, um für Personen, die im Freien übernachten, Hilfe zu organisieren. Es können sowohl bedürftige Menschen als auch besorgte BürgerInnen Kontakt aufnehmen, um Hilfe anzufordern oder auf Notlagen hinzuweisen.
„Bei solchen Temperaturen kann die Nacht im Freien lebensgefährlich sein“, sensibilisiert Elmar Rizzoli.
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