Überlegte Bodenpolitik in Maishofen: Die Gemeinde wächst und zählt zu den Vorreitern in der Bodenpolitik. Finanziell steht der Pinzgauer Ort gut da, so Bürgermeister Stefan Aglassinger in der „Krone“-Gemeindeserie.
Maishofen entwickelt sich dynamisch, wächst, aber nicht zu schnell: „Die Infrastruktur muss sich mitentwickeln“, sagt Stefan Aglassinger, der ÖVP-Bürgermeister. Er geht mit Grund und Boden überlegt um: Am Areal einer früheren Baufirma, mit Blick auf das Gelände der Pinzgau Milch, ist gerade ein Nahversorger-Zentrum in Planung. „Die Wiese ist schon versiegelt. Wir greifen da nichts Neues an“, betont der Bürgermeister.
Maishofen ist Vorreiter, wenn es um grüne Reserven geht. Als eine der ersten Gemeinden in Salzburg hat der Pinzgauer Ort eine Verordnung herausgegeben, die festschreibt, dass bei Neubauten 35 Prozent der Fläche grün bleiben müssen. „Wir dürfen nicht alles versiegeln“, betont Aglassinger. Er will den zunehmenden Ausverkauf der Heimat verhindern und nicht ausländischen Investoren Tür und Tor öffnen. Deshalb vergibt Maishofen eigene Baugründe auch generell nur im Baurecht. Einheimische Familien sollen so gefördert werden, weil sie den Grund nicht kaufen, sondern nur auf 70 Jahre pachten. Sollte ein Verkauf – und kein Erbe an die nächste Generation anstehen – fällt die Fläche an die Gemeinde zurück.
Finanziell steht Maishofen gut da. „Wir haben gerade einen langfristigen Plan bis 2035 erstellt“, so der Ortschef. Größter Brocken ist das geplante Sport- und Freizeitzentrum auf gegenüberliegender Bahnsteig-Seite beim gerade aufgewerteten Bahnhof. Apropos Bahnhof: Eine zur Ski-WM lautstark geforderte Toilettenanlage wurde nicht zur Dauereinrichtung. Der Ortschef will über das WC auch nicht mehr diskutieren. „Dazu habe ich schon genug gesagt“, gehört die Toilette sichtlich nicht zu seinen Lieblingsthemen. Einen positiven Ausblick gibt es aber dennoch: Beim geplanten Freizeitzentrum ist in unmittelbarer Nähe ein öffentliches WC geplant.
Maishofen baut auf Tradition und ländliche Struktur. Seit Generationen ist hier das Zentrum des Rinder- und Pferdezuchtverbandes angesiedelt. Bei der sozialen Infrastruktur arbeitet man auch mit den Nachbarn Viehhofen und Saalbach zusammen. Und die Wirtshauskultur lebt. „Unser Ort ist auch in der Zwischensaison nicht tot.“
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