Der mystische Anblick ist im Gasteinertal nur alle vier Jahre zu erleben. Ein langer Zug mit 160 Aktiven von Tafelträgern bis zu Körbelträgern, Schiachperchten und den Heiligen Drei Königen zog am Neujahrstag durch das Gemeindegebiet und erwies hunderte Referenzen. Perchten-Tag war auch in Goldegg.
Spiegel auf den mächtigen Tafelkappen blitzen auf. Daneben treibt der Schneider seinen Schabernack und stibitzt mit einer langen Streckschere eine Haube vom Kopf eines Besuchers. Ein Zapfenmandl staubt Schnee von einem Dach und hat es auf eine schöne Frisur abgesehen. Die Hexen fegen mit ihren Besen über den Weg.
Dann stoppt Hauptmann Andreas Mühlberger den langen Zug der Gasteiner Perchten zur nächsten Referenz: Ein Tanz, eine tiefe Verneigung. Rund 300 Mal wünschen die Perchten: „Alles erdenklich Gute!“ Für Alexander Gassauer aus der Familie Straubinger erwiesen sie spontan eine Referenz: „Die Perchten sind bei uns die Nummer eins unter den Tradition“, dankt er.
Auf den Tafelträgern lastet ein enormes Gewicht. Thomas Huttegger schultert die 13 Kilo schwere Musikantenkappe. Anstrengend sei es natürlich, aber Familienerbe und eine Ehre im Tal. Und unter der Dorfgasteiner Wappenkappe verbirgt sich Bürgermeister Bernhard Schachner: „Dorfgastein war früher nicht dabei. Wir haben 2017 dann unsere Kappe fertig gebaut.“ Die Kappe zweigt das Zentrum in geschnitzter Variante.
Hunderte Zuschauer säumten die 16 Kilometer lange Tour in Bad Gastein. „Wir haben ein Riesenglück mit dem Wetter“, freut sich Mühlberger. Am Dreikönigstag (6.) bringen die Perchten Glück nach Bad Hofgastein.
Auch die Goldegger Perchten marschierten am Neujahrstag wieder von Bauernhof zu Bauernhof und feierten ihr 30-Jahre-Jubiläum. Am Abend fand dann der Perchtenlauf im Ort statt.
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