Wegen Ukraine-Krieg

Trump verbreitet überraschend scharfe Putin-Kritik

Außenpolitik
01.01.2026 11:07

Aktuell ringen USA, Europa und Russland in einem Treffen nach dem anderen um einen Frieden in der Ukraine. Nun hat sich US-Präsident Donald Trump überraschend deutlich auf eine Seite gestellt: Er teilte einen Artikel, in dem dazu aufgefordert wird, gegen Russland zu mehr Waffen und Sanktionen zu greifen.

Auf seiner Plattform Truth Social teilte Trump überraschend einen sehr russlandkritischen Artikel. Darin heißt es, dass jeder Angriff auf Kreml-Chef Wladimir Putin „mehr als gerechtfertigt“ sei. „Wir brauchen seine Krokodilstränen nicht, stattdessen sollte der Druck erhöht werden“, wird das Boulevardblatt „New York Post“ in dem Text sehr deutlich. Es wird dafür plädiert, dass Russland keine weiteren Zugeständnisse gemacht werden sollten, sondern ein härteres Vorgehen nötig sei. Kiew habe seinen Teil beigetragen – nun liege es an Putin, zu handeln.

Trump verbreitet regelmäßig Artikel von Medien, die ihm nahestehen. In manchen Fällen kommentiert der Präsident die Texte – das hat er diesmal nicht gemacht. In der Vergangenheit war Trump immer wieder eine gewisse Russlandnähe vorgeworfen worden, unter anderem, weil er zeitweise kremlnahe Positionen übernommen hatte.

Kreml-Chef Putin und US-Präsident Trump im Sommer in Alaska
Kreml-Chef Putin und US-Präsident Trump im Sommer in Alaska(Bild: AFP/ANDREW CABALLERO-REYNOLDS)

Bericht: Kein Angriff auf Putins Residenz
Anfang der Woche hatte Trump einen angeblichen Angriff der Ukraine auf eine Residenz Putins kritisiert. Die Ukraine wies die Anschuldigung Putins als Vorwand zurück, den Krieg fortzusetzen und erneut auch Regierungsgebäude in Kiew angreifen zu wollen. Viele Experten bezweifeln, dass der von Russland geschilderte Angriff so stattgefunden hat. Die Zeitung „Wall Street Journal“ berichtete unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Beamte, dass die Ukraine die Residenz Putins nicht angegriffen habe. Dies werde auch von einer Analyse des Auslandsgeheimdienstes CIA belegt, hieß es in dem Stück weiter.

Weitere Verhandlungen geplant
Am Mittwoch berieten die Vereinigten Staaten mit europäischen Verbündeten und der Ukraine erneut über eine Beendigung des Kriegs. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff sprach von einem „fruchtbaren Gespräch“. Im neuen Jahr sind bereits weitere Verhandlungen für ein Ende des seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs geplant: Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge ist ein Treffen der nationalen Sicherheitsberater aus der „Koalition der Willigen“ am 3. Jänner in der Ukraine geplant. Am 6. Jänner solle dann ein Treffen auf der Ebene der Staatschefs folgen. Als „Koalition der Willigen“ verstehen sich westliche Länder, die die Ukraine auch militärisch unterstützen.

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