Zuerst ein Vandalenakt in einer Tiefgarage, dann eine weitere Eskalation bei der Polizei – am Dienstag musste sich ein 38-Jähriger am Landesgericht Innsbruck einem Prozess stellen. Der Ausgang ließ ihn etwas verblüfft zurück.
Genau erinnern an die Vorfälle im November wollte sich der Angeklagte am Landesgericht Innsbruck nicht mehr. „Es waren Alkohol und Tabletten im Spiel“, sagte er vor Richter Michael Böhler. Zu dem Streit mit seiner Ehefrau, der wohl auch eine gewichtige Rolle bei der Eskalationsspirale spielte, wollte er sich auch nicht weiter äußern. Auch seine Frau entschlug sich als Zeugin.
Geparkte Autos bekamen einiges ab
Fakt ist – die Spurenlage ist eindeutig -, dass der 38-jährige Mann in die Tiefgarage des Mehrparteienhauses ging und den kompletten Feuerlöscher auf dort geparkte Autos und den Boden versprühte. Er wurde auf frischer Tat ertappt und noch vor Ort von der Polizei festgenommen. Aber es ging noch weiter: In der Polizeidienststelle Imst riss er wutentbrannt im Verwahrungsraum einen Notfallschalter aus der Verankerung.
Acht Vorstrafen wirkten erschwerend
Richter Böhler verhängte schließlich eine recht hart anmutende Strafe: sechs Monate unbedingte Haft. Das vor allem deshalb, weil der Mann auf acht Vorstrafen zurückblickt und bereits zwei Jahre in Haft saß. Die Vorstrafen seien eindeutig erschwerend zu werten gewesen. Mildernd hingegen, dass der Angeklagte „im Rahmen der Erinnerung“ geständig gewesen sei, so Böhler.
Der Angeklagte reagierte verblüfft und glaubte, „auch dieses Mal mit einer Geldstrafe davonzukommen“. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
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