Selbstlob schminkt

Trump verpasst US-Friedensinstitut seinen Namen

Außenpolitik
04.12.2025 10:49
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mit dem Friedensnobelpreis ist es nichts geworden, trotzdem sieht sich US-Präsident Donald Trump als Friedensstifter und „größter Dealmaker der Geschichte“. Um sich selbst zu würdigen, hat er nun das US-Friedensinstitut umbenennen lassen – nach sich selbst ...

Das Außenministerium postete am Mittwoch ein Foto vom Institutsgebäude, auf dem nun nicht mehr steht United States Institute of Peace (USIP), sondern zu Ehren des selbst ernannten „größten Dealmakers in der Geschichte unseres Landes“ Donald J. Trump Institute of Peace.

Ironie am Rande: Ursprünglich wollte Trump das Institut noch auflösen und hatte im Februar noch ein entsprechendes Dekret erlassen. Der Leiter des Instituts wurde abgesetzt und von Polizisten aus seinem Büro eskortiert. Fast alle Mitarbeiter des USIP in Washington wurden Medienberichten zufolge entlassen.

Von Reagan gegründete Denkfabrik
Das Institut war 1984 vom damaligen Präsidenten Ronald Reagan gegründet worden. Es wird vom Kongress finanziert und war bisher eine unabhängige gemeinnützige Organisation. Unter früheren Präsidenten arbeitete es ähnlich wie eine Denkfabrik und beschäftigte Wissenschafter und Experten für internationale Beziehungen.

Trump sieht sich selbst als Friedensstifter
Der US-Präsident hatte in der Vergangenheit wiederholt den Friedensnobelpreis für sich beansprucht. Der 79-Jährige behauptet, seit seiner Vereidigung für seine zweite Amtszeit im Jänner mehrere Kriege beendet zu haben, was von Beobachtern als stark übertrieben eingeordnet wird. Trump ging im Oktober bei der Vergabe in Oslo allerdings leer aus, was er als „Beleidigung“ anprangerte.

Am Donnerstag soll in Washington ein Abkommen zur Aussöhnung zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo unterzeichnet werden. Trump will die Staatschefs Paul Kagame und Félix Tshisekedi dafür im Weißen Haus empfangen. Die beiden zentralafrikanischen Länder hatten Ende Juni nach einem jahrzehntelangen Konflikt unter Vermittlung der USA, Katars und der Afrikanischen Union eine Waffenruhe vereinbart. Diese ist allerdings weiter brüchig.

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