Der Herausforderung des zweirädrigen Verkehrs nimmt sich Wals-Siezenheim künftig stark an. Dafür soll auch ein schmaler Teil der Schwarzenberg-Kaserne weichen. Zudem plant die Gemeinde ein „Haus der Begegnung“. Dieses soll den zahlreichen örtlichen Vereinen genügend Räumlichkeiten bieten.
Verwinkelt und natürlich gewachsen ist Wals-Siezenheim über Jahrhunderte. „Wir sind eine Streusiedlung aus 15 Ortsteilen – und stolz darauf“, sagt Bürgermeister Andreas Hasenöhrl (ÖVP). Eine Markt- oder Stadtgemeinde will er gar nicht werden. „Das macht finanziell keinen Unterschied und ich bin lieber das größte Dorf Österreichs als irgendeine der mittleren Städte.“
Dennoch bringt das Herausforderungen mit sich: „Manchmal würde ich mir schon einen breiteren Rad- oder Gehweg wünschen, aber ich kann natürlich kein Haus wegreißen, um eine Straße zu vergrößern.“
Tatsächlich plant die Gemeinde für 2027 einen Radweg, der den Einheimischen und den Pendlern zugutekommen soll. „Das Radeln ist mittlerweile ganzjährig möglich, wenn es saubere und ordentliche Wege gibt.“ Als Lückenschluss soll nun der Kaserne im Süden ein Teil des Grundstücks abgekauft werden, Verhandlungen laufen. „Es geht um vier Meter am Zaun, der ohnehin erneuert werden muss.“
Als weiteres Projekt soll die alte Volksschule in Siezenheim generalsaniert werden, um dort ein Haus der Begegnung und Bewegung zu schaffen. Verwalten wird das künftig der ASVÖ. Vereine werden – sofern es nach Plan geht – bereits 2027 entsprechende Räumlichkeiten inklusive Turnsaal für ihre Tätigkeiten dort vorfinden.
Einige kostenintensive Projekte hat die Gemeinde zudem schon abgeschlossen, darunter der Bau der neuen Schule in Siezenheim für 30 Millionen Euro vor eineinhalb Jahren oder die Sanierung des Seniorenheims um 15 Millionen Euro.
Wals-Siezenheim hat zudem mehr Arbeitsplätze als Einwohner – und einen bunten Branchenmix. „Es gibt bei uns ein paar Industriebetriebe, aber Großteils Gewerbe und Handel“, erklärt Hasenöhrl. Alleine im Outlet würden 1000 Leute arbeiten. Zudem sei es sehr wichtig gewesen, dass die Drogeriemarkt-Zentrale im Ort geblieben ist.
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