Spitalsreform

Wallner sähe Dornbirns Krankenhaus gerne beim Land

Politik
24.11.2025 10:05
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) würde es begrüßen, wenn das Dornbirner Stadtspital künftig zur landeseigenen Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) gehören würde. „Im besten Fall wäre es so“, sagte er im Gespräch mit den „VN“. 

Die geplante Reform der Spitallandschaft in Vorarlberg ist seit Wochen Gegenstand hitziger Diskussionen. Besonders die Verlegung der Gynäkologie von Dornbirn nach Bregenz sorgte für breiten Widerstand. Über 57.000 Menschen unterzeichneten eine Petition gegen die Verlegung, Hunderte nahmen an Demonstrationen vor dem Landhaus teil, Ärzte brachten ihre Bedenken vor. Markus Fäßler, SPÖ-Bürgermeister von Dornbirn, das das einzige Krankenhaus außerhalb der landeseigenen Betriebsgesellschaft betreibt, kritisierte öffentlich, dass er sich zu wenig in den Entscheidungsprozess eingebunden fühle. Was von der zuständigen Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) allerdings vehement bestritten wurde – die Stadt Dornbirn hätte sich schlicht zu wenig eingebracht und keine Präferenzen genannt. Aber auch die Dornbirner ÖVP stellte sich gegen die Pläne der Parteikollegen in der Landesregierung. Letztlich hielt diese jedoch an den Plänen fest. 

„Verbundlösung wäre besser“
Im Gespräch mit den „VN“ ging Wallner nun sogar noch einen Schritt weiter. Im Hinblick auf die Tatsache, dass es im unteren Rheintal gleich drei Spitalsstandorte gibt – neben Dornbirn auch noch die Landeskrankenhäuser in Hohenems und Bregenz –, würde er es begrüßen, wenn alle Anstalten einem Träger unterstellt wären: „Es wäre besser, wenn eine Verbundlösung mit drei Standorten aus einer Hand gemacht wird. Wir müssen die drei Standorte abstimmen. Das ginge mit einer Rechtsträgergesellschaft besser.“

Stadt Dornbirn nicht gänzlich abgeneigt
Stellt sich die Frage, ob die Stadt Dornbirn für einen derartigen Vorschlag offen ist. Fäßler hatte in der Vergangenheit wiederholt betont, dass die Stadt grundsätzlich Träger des Dornbirner Krankenhauses bleiben wolle. Zugleich hat er allerdings aber auch eine Tür aufgemacht: Gemäß dem Fall, dass das städtische Spital zu einem zentralen Standort der Spitalregion Nord werden sollte, wäre man bereit, über eine neue Gesellschaftsform zu diskutieren, beispielsweise eine Beteiligung durch das Land. 

Zitat Icon

Es wäre besser, wenn eine Verbundlösung mit drei Standorten aus einer Hand gemacht wird. Wir müssen die drei Standorte abstimmen. 

Landeshauptmann Markus Wallner

Sieben Krankenhäuser im kleinen Ländle
Derzeit gibt es sieben Krankenhäuser in Vorarlberg. Neben dem Stadtspital Dornbirn sind das die Landeskrankenhäuser Bregenz und Hohenems im Norden des Landes sowie Feldkirch und Bludenz im Süden. Dazu kommen das Krankenhaus der Stiftung Maria Ebene in Frastanz für Suchterkrankungen sowie das Landeskrankenhaus Rankweil mit seiner Spezialisierung auf Psychiatrie und Neurologie. Eine derartige Struktur sei aus der Zeit gefallen, monierte jüngst der Gesundheitsexperte Armin Fidler im Gespräch mit der „Krone“: „Das würde heute kein Mensch mehr so planen.“

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