In Obertauern starten kommendes Wochenende die Lifte in die neue Wintersaison. Die Pistenarbeiten laufen auf Hochtouren. Was die einen freut, ist für anderen heuer erstmals keine Frohbotschaft. Denn: Skitourengeher werden am Tauern heuer erstmals ausgesperrt.
Dicke Flocken fielen am Montag in Obertauern vom Himmel. Seilbahner und Hoteliers freut’s. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickte aber so mancher Skitourengeher in den Himmel. Denn der Schnee, der den Wintersportort am Radstädter Tauern bedeckt, ist auf der Piste für die Tourengeher tabu.
Die „Krone“ hat es schon im Juli berichtet: Liftgemeinschaft und Tourismusverband verbannen erstmals Pistentourengeher aus dem Skigebiet. Gerade vor dem offiziellen Liftstart und bei genug Schnee waren die Pisten am Tauern beliebt.
In Obertauern selbst findet diese Entscheidung nicht jeder nachvollziehbar. „Wir sehen das nicht gern, viele sind gespaltener Meinung“, sagt ein Bewohner, der selbst oft mit Tourenski unterwegs ist, aber ungenannt bleiben möchte.
Zu gefährlich geworden
Während andere Liftbetreiber Tourenkarten und eigene Aufstiegsspuren anbieten, ist hier komplett Schluss. Zu gefährlich sei es mittlerweile für zahlende Skifahrer geworden. Pisten- und Präparierungsarbeiten wären auch für Tourengeher ein zu großes Risiko. Das Spannen von Seilen und Schläuchen ist an mehreren Stellen jedoch unumgänglich.
Kontrollore sorgen für Aufsehen
Andere wiederum nennen die Parkplatzsituation als Grund für das Aus. Tourengeher blockieren an schönen Tagen mit ihren Autos die raren Stellplätze für die zahlenden Skifahrer. Damit das Verbot künftig auch eingehalten wird, hat die Liftgemeinschaft auch eigene Kontrollore eingestellt.
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