Opfer auf Teneriffa
Touristen ignorierten Warnungen vor Todeswellen
Mehrere Menschen sind auf Teneriffa von riesigen Wellen ins Meer gerissen worden – drei Opfer starben. Laut spanischen Medien seien diese Tragödien vermeidbar gewesen: Viele Touristen hätten die Warnungen vor der Naturgewalt ignoriert.
Trotz einer Unwetterwarnung in Strandnähe wagten sich viele Urlauber dennoch gefährlich nahe an die tosende See heran. Bei mehreren Zwischenfällen an verschiedenen Orten wurden Menschen ins Meer gespült. Neben drei Todesopfern sind auch 15 Verletzte zu beklagen.
Hier sieht man, wie die Menschen auf der Hafenmole von Puerto de la Cruz ins Meer gespült wurden:
Betagte Niederländerin unter Todesopfern
In Puerto de la Cruz wurden gleich zehn Menschen ins Meer gerissen. Alle Betroffenen konnten von Polizei und Passanten wieder an Land gezogen werden. Für eine Niederländerin endete der Vorfall dennoch tödlich: Die 79-Jährige erlitt einen Herzstillstand und verstarb trotz Reanimationsversuchen durch Sanitäter vor Ort. Andere Opfer erlitten teils schwere Verletzungen und mussten ins Spital.
In Charco del Viento rund 15 Kilometer westlich von Puerto La Cruz starb ein 43-jähriger Spanier. Er wurde zwar rasch mit einem Hubschrauber geborgen, doch die Einsatzkräfte konnten nur mehr seinen Tod feststellen. Obwohl es keine Augenzeugen gibt, gehen die Behörden davon aus, dass auch hier eine Riesenwelle für das Unglück verantwortlich ist. Ein weiterer Todesfall wurde am Strand El Cabezo in der Ortschaft El Médano gemeldet. Dort wurde die Leiche eines Mannes im Wasser treibend vorgefunden.
Der Notruf der Kanaren warnte auch in sozialen Medien vor der Gefahr an den Küsten:
Warnung vor Wellen mit bis zu vier Metern Höhe
Die Behörden hatten rechtzeitig vor den Unwettern und deren Gefahr gewarnt. „Äußerste Vorsicht an der Küste: Stell dich nicht an das Ende von Molen oder Wellenbrechern und geh kein Risiko ein, um Fotos oder Videos in der Nähe brechender Wellen zu machen“, hieß es in der Mitteilung, die auch auf sozialen Medien verbreitet wurde. Es wurde mit Windstärke 6 und Wellen mit einer Höhe von 2,5 bis vier Metern gerechnet.
Einige Menschen dürften diese Hinweise jedoch ignoriert haben. Die Zeitung „El dias“ berichtete, dass in Anaga sechs Touristen aus Frankreich eine dort angebrachte Sicherheitsabsperrung missachtet hatten. Diese kamen mit teils schweren Verletzungen davon, einer musste mit einem Hubschrauber ins Spital gebracht werden.









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