Die Römer nannten andere Völker Barbaren, daher stammt die Bezeichnung "Barbarenschatz". Gefunden wurden die Stücke - darunter goldene Schmuckstücke eines zeremoniellen Gewands, ein Silberteller, eine Silberschale sowie Reste eines vergoldeten und versilberten Klappsessels - bei einer illegalen Grabung in einem Wald bei Rülzheim.
Gegen den Finder wird den Angaben zufolge ermittelt. Der Fundort sei bei den unsachgemäßen Grabungen zerstört worden. Die rheinland-pfälzische Kulturministerin Doris Ahnen sagte: "Durch derartige Raubgräberei entsteht großer Schaden. Nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die Allgemeinheit."
Schatz dürfte einem Beamten oder Fürsten gehört haben
Landesarchäologe Axel von Berg erläuterte, der Schatz dürfte einem sehr hohen Beamten oder einem Fürsten gehört haben und aus dem 5. Jahrhundert nach Christi stammen. Damals drangen plündernde Germanen ins Römische Reich ein, das sich bereits in Auflösung befand.
Der Schatz sei neben einer einstigen Römerstraße von seinem Eigentümer oder von damaligen Räubern in nur einem halben Meter Tiefe vermutlich hastig vergraben worden, sagte von Berg. "Dann konnte er wohl nicht mehr geborgen werden. Die römischen Straßen waren gefährlich."
Landes-Kulturministerin Ahnen kündigte an: "Wir werden die Funde bald in Mainz und in Speyer in einer Ausstellung präsentieren."











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