18.02.2014 14:33 |

"Krone"-Ombudsfrau

NÖ: Proteststurm gegen geplanten Windpark

Inmitten eines unberührten Waldstücks in Niederösterreich sollen sechs gigantische Windräder mit je 200 Metern Höhe aufgestellt werden. Die Anrainer fürchten massive Beeinträchtigungen für Mensch und Umwelt und wollen das Projekt verhindern. Mit vorläufigem Erfolg: Es muss eine Volksbefragung geben!

Pyhra, mitten in Niederösterreich nahe der Landeshauptstadt St. Pölten, ist zum "kleinen gallischen Dorf" geworden. Der Widerstand gegen den geplanten Bau des Windparks wächst auch in den umliegenden Gemeinden. Die Bürger haben es satt, dass über ihre Köpfe hinweg entschieden wird. Sie wollen ein Mitspracherecht und forderten eine Bürgerbefragung zum geplanten Bau des Windparks.

Anrainer erzwingen Volksbefragung über Umwidmung
Der Bürgermeister ist dagegen: Wählen könne man das nächste Mal bei der Gemeinderatswahl. Dabei haben mittlerweile mehr als 2.000 Menschen gegen den Windpark unterschrieben. Man ist grundsätzlich für alternative Energieformen – aber nicht um jeden Preis.

"Das Waldstück ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Allein durch die Rodungen und Baumaßnahmen wird der Lebensraum von Mensch und Tier massiv beeinträchtigt. Danach wäre die Gegend für immer verschandelt", so die Gegner. Zu Bauzeiten wären bis zu 200 Schwer-LKW täglich unterwegs.

Dazu fürchten die Anrainer massive Beeinträchtigungen durch den Betrieb der Anlage. Immerhin haben die Rotoren der Windräder einen Durchmesser von 120 Metern. Auch die Wahl des Standortes erscheint nicht ideal. Es handelt sich um ein Schwachwindgebiet.

Verantwortlich für das Projekt ist der Verbund. Auf Anfrage der Ombudsfrau wischt man Bedenken beiseite: "Zur Genehmigung ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig. Im Rahmen dieser werden alle Aspekte untersucht." Gestern haben die Bürger der Gemeinde einen Initiativantrag mit 550 Unterschriften übermittelt. Die Volksbefragung muss nun durchgeführt werden!

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