Bei Stromer-Unfällen

Diese Erfindung erleichtert Feuerwehren Arbeit

Oberösterreich
12.10.2025 15:00

Wen ein Elektroauto in einen Unfall verwickelt ist, machen oft die Akkus Probleme. Zwei Feuerwehrleute aus Oberösterreich haben ein System entwickelt, das die Überwachung der Akkus von beschädigten Stromern zum Kinderspiel macht.

„Jedes Auto kann bei einem Unfall zu brennen beginnen. Bei Elektroautos ist die Brandentwicklung aber unberechenbarer. „Kaputte Akkus bergen Gefahrenpotenzial, können sich selbst entzünden – auch Stunden nach einem Unfall“, weiß Emil Meindl vom Landesfeuerwehrkommando OÖ. „Daher müssen die Fahrzeuge in Quarantäne überwacht werden. Das hat immer einen Personalaufwand verursacht“, so Meindl – bis jetzt.

Mit Ingenieurswissen Lösung gefunden
„Weil wir kein System gefunden haben, das die Überwachung automatisiert, haben mein Kollege Klaus Rammelmaier und ich uns ans Werk gemacht.“ Das war der Startschuss für die „AB-Mulde mit Überwachungssystem für trockene Quarantäne bei E-Fahrzeugen mit beschädigten Akkus“.
„Das System besteht aus einer AB-Mulde, in die beschädigte Autos gehoben oder gezogen werden können. Darauf kann die Sensorbox montiert werden. Diese wird mit jeweils zwei Temperatur- und Gassensoren verbunden, die nahe dem Akku angebracht werden“, erklärt der Ingenieur.

Das Netz an Ladestationen wird laufend ausgebaut.
Das Netz an Ladestationen wird laufend ausgebaut.(Bild: Pressefoto Scharinger/Daniel Scharinger)



Die Messdaten werden per Mobilverbindung übertragen und können via QR-Code abgerufen werden. Überschreiten die Werte eine Grenze, wird die Landeswarnzentrale alarmiert, die die zuständigen Feuerwehren losschickt.

Bisher gibt es fünf solcher Überwachungsgeräte
Fünf dieser Überwachungsgeräte wurden bisher gebaut und in OÖ verteilt. Seit der Übergabe im April 2025 kamen die Boxen bereits fünfmal zum Einsatz – zuletzt beim unfallbedingten Brand eines Elektro-Porsches in Ansfelden.

„Mehr Sicherheit für die Bevölkerung“
„Das digitale E-Brand-Sicherheitssystem bedeutet mehr Sicherheit für die Bevölkerung und Entlastung für unsere Feuerwehren. Niemand muss mehr neben einem Fahrzeug Wache halten – die Technik übernimmt das zuverlässig“, freut sich auch Feuerwehrlandesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP). 

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