Enorme Differenz

Mit höherer Bildung steigt die Lebenserwartung

Österreich
15.09.2025 12:19
Porträt von krone.at
Von krone.at

Je höher der Bildungsstand, desto höher auch die Lebenserwartung. Diesen Zusammenhang hat die Statistik Austria auch für das Jahr 2023 wieder errechnet – Männer mit Hochschulabschluss werden demnach im Schnitt knapp sieben Jahre älter als jene, die höchstens einen Pflichtschulabschluss aufweisen. Bei Frauen beträgt dieser Unterschied rund vier Jahre.

Berechnet wurden diese Zahlen anhand der sogenannten ferneren Lebenserwartung, also der Anzahl der verbleibenden Lebensjahre von 35-Jährigen. Dieses Alter wurde gewählt, da zu diesem Zeitpunkt die meisten Personen ihren Bildungsweg abgeschlossen haben. 2023 hatten 35-jährige männliche Akademiker im Schnitt eine Lebenserwartung von insgesamt 84,4 Jahren, bei Männern mit Pflichtschulabschluss betrug sie nur 77,7 Jahre. Die Lebenserwartung von 35-jährigen Frauen mit Hochschulabschluss lag bei 87,2 Jahren, jene von gleichaltrigen Frauen mit Pflichtschulabschluss bei 83,3 Jahren.

Auffällig: Selbst gegenüber männlichen Maturanten bzw. Absolventen von Kollegs wächst die Lebenserwartung von Akademikern noch einmal deutlich um rund zweieinhalb Jahre. Bei Maturantinnen bzw. Akademikerinnen ist dieser Zuwachs mit nur rund einem Jahr dagegen nicht so ausgeprägt.

Das Balkendiagramm zeigt die Lebenserwartung in Österreich nach höchster abgeschlossener Ausbildung und Geschlecht. Frauen haben in allen Bildungsgruppen eine höhere Lebenserwartung als Männer. Die Lebenserwartung steigt mit dem Bildungsniveau, am höchsten ist sie bei Frauen mit Hochschulabschluss mit 87,2 Jahren und bei Männern mit 84,4 Jahren. Quelle: Statistik Austria.

Unterschiede auch bei der Geburtenrate
Unterschiede je nach Bildungsgrad gibt es auch bei der Fertilitätsrate: Frauen mit der Pflichtschule als höchster abgeschlossener Ausbildung bekommen demnach die meisten Kinder (1,53) – mit steigendem Bildungsgrad sinkt diese Zahl dann grundsätzlich. Allerdings kriegen im Schnitt Maturantinnen am wenigsten Kinder (1,15), bei Akademikerinnen steigt diese Zahl dann wieder (1,29).

Im Zeitvergleich seit 2018 ist die Geburtenrate über alle Frauen hinweg von 1,48 auf 1,32 im Jahr 2023 gesunken. Dieser Rückgang fiel bei den Frauen mit Pflichtschulabschluss am deutlichsten aus (von 1,80 auf 1,53), während er bei Akademikerinnen eher gering bleib (von 1,39 auf 1,29).

Mitverantwortlich für den Geburtenrückgang war auch der Anstieg des durchschnittlichen Fertilitätsalters: 2018 waren Frauen bei der Geburt ihrer Kinder durchschnittlich 30,86 Jahre alt, 2023 dann schon 31,17 Jahre. Mit dem Bildungsgrad steigt auch das Fertilitätsalter – bei Frauen mit Pflichtschulabschluss liegt es bei durchschnittlich 29,21 Jahren, bei Akademikerinnen bei durchschnittlich 33,50 Jahren. Der Anstieg in den vergangenen Jahren geht dabei vor allem auf das Konto der Frauen mit Pflichtschulabschluss, bei Akademikerinnen blieb es eher konstant bzw. ging 2023 sogar zurück.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt