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US-Strafzölle

Analyse: Gericht stoppt Trumps „Jahrhundertirrtum“

Außenpolitik
30.08.2025 11:55

Donald Trump wollte die amerikanische Industrie wieder groß machen. Sein Rezept: Strafzölle. Doch was er als „mutige Handelsmaßnahmen“ verkauft, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als eine gefährliche Mischung aus ökonomischem Irrtum, politischer Symbolik und nationalistischem Reflex. Ein Gericht hat den „Jahrhundert-Irrtum“ nun gestoppt. Vorerst.

Schon der Ausgangspunkt seiner Zollpolitik ist falsch. Trump behauptet, die EU erhebe 39 Prozent Zölle auf US-Waren. Tatsächlich liegt der Satz laut WTO bei durchschnittlich 2,7 Prozent. Die von Trump genannten „39 Prozent“ entpuppen sich bei näherem Hinsehen als Ergebnis einer absurden Rechenoperation. Statt auf die offiziellen Zollstatistiken zurückzugreifen, hat der Präsident schlicht das Handelsdefizit der USA mit der EU – also den Unterschied zwischen Importen und Exporten – durch den Wert der EU-Importe geteilt. 2024 betrugen die US-Importe aus Europa rund 605 Milliarden Dollar, die Exporte in die EU etwa 370 Milliarden. Das Defizit von 235 Milliarden ergibt im Verhältnis zu den Importen 38,8 Prozent – und genau diese Zahl hat Trump fälschlich als angeblichen EU-Zollsatz ausgegeben.

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