Die große Überraschung ist ausgeblieben. Mensur Suljovic ist am späten Samstagabend in der dritten Runde der Darts-WM in London ausgeschieden. Der Wiener musste sich trotz starker Leistung dem Weltranglisten-Ersten Luke Littler erwartet klar mit 0:4 geschlagen geben.
Der 18-jährige Titelverteidiger ließ dem 53-Jährigen keine Chance. Littler hat im Turnierverlauf weiterhin keinen Satz abgegeben. Suljovic blieb das vierte WM-Achtelfinale seiner Karriere verwehrt.
Littler zeigte im Alexandra Palace eine überragende Vorstellung. Das Darts-Wunderkind breakte Suljovic bereits im ersten Leg und holte sich den ersten Satz souverän mit 3:0. Im zweiten Durchgang steigerte Suljovic zwar seinen Punktedurchschnitt, Littler finishte ihn aber mit einer Aufnahme von 105 Punkten erneut ohne Chance auf einen Leg-Gewinn für den Außenseiter.
Im zweiten Leg des dritten Satzes machte Littler den ersten kleinen Fehler. Suljovic heizte das Publikum an und schrieb zum 1:1 erstmals an. Der gebürtige Serbe stellte mit einem weiteren Break auch noch auf 2:2, der Satz ging durch ein 124er-Finish aber erneut an Littler. Den vierten Durchgang holte sich „The Nuke“ mit 3:1.
Suljovic zeigte nach zwei 3:1-Siegen in den ersten beiden Runden sein bestes Spiel im Turnier, blieb aber letztlich trotz eines Average von 96,21 unbelohnt. Seine Achtelfinal-Einzüge bei den Weltmeisterschaften 2011, 2016 und 2018 bleiben für „The Gentle“ nach nun 17 Teilnahmen seine besten WM-Ergebnisse.
„Ein super Bursch“
Suljovic blieben nach dem Spiel dennoch nur lobende Wort für den Champion. Im Gespräch mit Sport1 sagte er: „Ein super Spiel von ihm. Er hat mir jedes Mal die Tür zugemacht. Er beschwert sich nicht, macht sein Spiel und gewinnt. Viele können sich ein Beispiel an diesem Kerl nehmen. Denn er ist auch privat ein super Bursch.“
Das – vor der WM aufgezeichnete – Studio-Interview mit Suljovic in voller Länge sehen Sie hier:
Immerhin: Suljovic schob sich durch das Erreichen der dritten Runde und 35.000 Pfund (ca. 40.000 Euro) Preisgeld von Position 60 in der Weltrangliste aber um einige Positionen nach vorne.

Littler nun gegen Heta oder Cross
Für Littler, der am Rande der WM verriet, dass er einst geschielt hatte und sich daher im Kindergartenalter einer Augenoperation unterziehen musste, geht es um deutlich mehr. Für den Weltmeistertitel sind eine Million Pfund ausgelobt. Bei der vergangenen WM-Ausgabe war es noch die Hälfte.
Der Topstar bekommt es im Achtelfinale am Montag mit dem Gewinner der Partie zwischen dem Australier Damon Heta und seinem englischen Landsmann Rob Cross am Sonntag (nicht vor 15.00 Uhr) zu tun. Gegen Cross, den Weltmeister von 2018, hatte Littler Anfang 2024 mit 16 Jahren bei seinem WM-Debüt im Halbfinale triumphiert. Am Tag darauf kassierte der Teenager im Finale seine bis dato immer noch einzige Niederlage in einem WM-Turnier.
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