22.12.2013 14:07 |

Zwei Tage im Camp

Erster Truppenbesuch Von der Leyens in Afghanistan

Fünf Tage nach ihrem Amtsantritt ist Deutschlands Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zu ihrem ersten Truppenbesuch in Afghanistan eingetroffen. Die CDU-Politikerin landete Sonntag früh im Bundeswehr-Feldlager in Mazar-i-Sharif. "Mir ist wichtig zu zeigen, ich bin für die Soldatinnen und Soldaten da. Da können sie sich fest drauf verlassen", sagte die 55-Jährige nach ihrer Ankunft.
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Die frühere Arbeitsministerin hatte das Verteidigungsministerium am Dienstag von Thomas de Maiziere übernommen, der an die Spitze des Innenministeriums wechselte. Von der Leyen ist die erste Oberbefehlshaberin der Bundeswehr. Ihr sei sehr wichtig gewesen, so schnell wie möglich ins Einsatzgebiet am Hindukusch zu reisen, sagte sie. "Das ist schon etwas anderes als das, was man in der Theorie bei den sehr guten Einweisungen im Ministerium erfährt."

Von der Leyen würdigte die Leistung der Tausenden deutschen Soldaten in dem seit zwölf Jahren laufenden Einsatz. "Wir wissen alle, wie ernst der Einsatz hier ist, wie großartig die Leistung ist, die die Bundeswehr, die Soldatinnen und Soldaten hier leisten", sagte sie. "Und es stehen noch große Aufgaben vor ihnen in den nächsten Wochen und Monaten."

Zwei Tage Aufenthalt im Camp
Die Ministerin will zwei Tage im Camp Marmal verbringen. Es ist das letzte deutsche Feldlager im nordafghanischen Zuständigkeitsgebiet der Bundeswehr. In Afghanistan sind derzeit rund 3.100 Bundeswehrsoldaten stationiert, darunter etwa 200 Frauen. Der NATO-Kampfeinsatz soll in einem Jahr enden.

Bis zu 800 deutsche Soldaten sollen anschließend zur Ausbildung und Beratung der afghanischen Streitkräfte im Land bleiben. Voraussetzung ist aber die Unterzeichnung eines Sicherheitsabkommens durch den afghanischen Präsidenten Hamid Karzai. Damit sollen die ausländischen Truppen Rechtssicherheit erhalten und vor allem vor Strafverfolgung durch afghanische Behörden geschützt werden.

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