Virtuell präpariert

Forscher bilden Dino-Knochen mit 3D-Drucker nach

Wissen
19.11.2013 16:20
Deutsche Forscher haben einen Dinosaurier-Knochen aus einem Fossil nachgebildet, ohne die Versteinerung vorher aufwendig präparieren zu müssen. Die Knochen-Kopie gelang nach einer Computertomografie, mit deren Daten ein 3D-Drucker gefüttert wurde.

"Wir können einen Knochen im Gestein sehen und nachbilden, ohne das Fossil überhaupt anzufassen. Das Elegante ist, dass wir nichts zerstört haben", erklärt die Forscherin Ahi Sema Issever vom Institut für Radiologie an der Berliner Charite, die über die "virtuelle Präparation" in der US-Fachzeitschrift "Radiology" berichtet.

Für das Freilegen von Knochen aus den Sedimenten bräuchten Präparatoren normalerweise Wochen oder Monate. Außerdem bestehe immer die Gefahr, Bereiche des Original-Knochens zu zerstören, sagte die Expertin. Die Computertomografie (CT) erlaube es, den Knochen im Sediment genau zu erkennen. Der 3D-Drucker könne relativ kostengünstig eine Kopie aus Kunststoff anfertigen.

Die CT-Technik sei für Paläontologen unglaublich hilfreich, sagt der Dinosaurier-Forscher und Gastwissenschaftler am Berliner Naturkundemuseum, Oliver Wings. Die Arbeit mit Computertomografen sei unter Paläontologen schon verbreitet. Die Berliner Forscher gehörten aber zu den ersten, die die Daten unpräparierter Knochen für einen 3D-Druck genutzt hätten. "In Zukunft werden 3D-Drucke zum Standard", ist Wings überzeugt.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Wissen
19.11.2013 16:20
Loading

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt