"Wir können einen Knochen im Gestein sehen und nachbilden, ohne das Fossil überhaupt anzufassen. Das Elegante ist, dass wir nichts zerstört haben", erklärt die Forscherin Ahi Sema Issever vom Institut für Radiologie an der Berliner Charite, die über die "virtuelle Präparation" in der US-Fachzeitschrift "Radiology" berichtet.
Für das Freilegen von Knochen aus den Sedimenten bräuchten Präparatoren normalerweise Wochen oder Monate. Außerdem bestehe immer die Gefahr, Bereiche des Original-Knochens zu zerstören, sagte die Expertin. Die Computertomografie (CT) erlaube es, den Knochen im Sediment genau zu erkennen. Der 3D-Drucker könne relativ kostengünstig eine Kopie aus Kunststoff anfertigen.
Die CT-Technik sei für Paläontologen unglaublich hilfreich, sagt der Dinosaurier-Forscher und Gastwissenschaftler am Berliner Naturkundemuseum, Oliver Wings. Die Arbeit mit Computertomografen sei unter Paläontologen schon verbreitet. Die Berliner Forscher gehörten aber zu den ersten, die die Daten unpräparierter Knochen für einen 3D-Druck genutzt hätten. "In Zukunft werden 3D-Drucke zum Standard", ist Wings überzeugt.













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