Armee interveniert
Libysche Milizen ziehen aus Tripolis ab
Dutzende Panzer fuhren in den Straßen der Stadt auf. Die Regierung erklärte, "zahlreiche Einheiten der nationalen Armee" würden an den Hauptverkehrsadern in Tripolis stationiert. Am Montag herrschte weitgehende Ruhe, zahlreiche Geschäfte, Schulen und Universitäten blieben aber geschlossen.
Mehr als 40 Tote bei Kämpfen
Tripolis war am Freitag und Samstag von den heftigsten Straßengefechten seit dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gadafi vor zwei Jahren erschüttert worden. Über 40 Menschen wurden getötet, als Milizionäre aus dem östlich von Tripolis gelegenen Misrata auf Demonstranten schossen, die auf das Hauptquartier der Brigade in Tripolis marschierten.
Vizegeheimdienstchef vorübergehend entführt
Am Samstag hatten Milizionäre versucht, ihren Kampfgefährten in der Hauptstadt zur Hilfe zu kommen, was neue Kämpfe auslöste. Am Sonntag wurde der Vizechef des Geheimdienstes, Mustafa Nuh, von - wie er es bezeichnete - "Kriminellen" aus der westlichen Stadt Al-Zintan entführt. Al-Zintan war im Bürgerkrieg 2011 eine der Hochburgen der Milizen. Sie hatten einen entscheidenden Anteil am Sieg über die Gadafi-Truppen.
Brüchiger Frieden seit Sturz Gadafis
Gadafi war mithilfe der Milizen gestürzt worden. Allerdings ist es der neuen Regierung nicht gelungen, die verschiedenen bewaffneten Gruppen aufzulösen oder in die Sicherheitskräfte einzugliedern - viele Kämpfer bleiben loyal zu ihren Kommandanten. Auch zwischen den einzelnen Gruppen kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen. Unter anderem kämpfen sie um die Kontrolle über das Erdöl des Landes.












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