Insgesamt soll der neue Fahrplan laut dem Unternehmen zu einem Zeitgewinn für die Kunden führen. Im Fernverkehr werden zwei zusätzliche Verbindungen von Klagenfurt nach München sowie je eine Business-Verbindung von München nach Wien und von Wien nach Salzburg eingeführt. Der Tagzug Wien - Venedig über Villach soll das bestehende Nachtreisezug-Angebot nach Italien ergänzen. Mit der Fertigstellung des Salzburger Hauptbahnhofs werden neue Umsteigemöglichkeiten geschaffen.
Künftig wieder InterCity-Züge zwischen Graz und Linz
Zwischen Graz und Linz verkehren ab Dezember zwei direkte InterCity-Züge, die kürzeste Fahrzeit beträgt damit drei Stunden. Dass diese Verbindung 2010 eingestellt wurde, bezeichnete Kern als "sicher nicht die beste Entscheidung". Tirol profitiert vom neuen Fahrplan besonders, die derzeit verkehrenden InterCity-Züge werden großteils durch Railjets ersetzt. Dadurch verkürzt sich etwa die Fahrzeit von Wien ins Ötztal um 50 Minuten. Ab dem Fahrplanwechsel gibt es zwischen Wien und Innsbruck zwischen 5.30 Uhr und 19.30 Uhr stündlich eine schnelle Verbindung.
Im Nahverkehr führt der neue Fahrplan zu mehr Haltestellen und Intervallverkürzungen, sagte Kern. So wird im Innviertel das Angebot um 20 Prozent erweitert, Ried wird zum Vollknoten. In Tirol wird die S-Bahn nach Jenbach verlängert, in Vorarlberg das Angebot mit vier neuen Zügen auf der Achse Lindau - Bregenz - Bludenz verdichtet. In Salzburg werden zwei neue S-Bahn-Haltestellen in Betrieb genommen (Salzburg-Liefering und Straßwalchen-West). In der Ostregion bekommt die S50 einen Halbstundentakt.
"Ticket-Dschungel" gelichtet, Preise an Inflation angepasst
Wie die Ticketpreise angepasst werden, sei noch "work in progress". Zuerst werde der "Ticket-Dschungel vereinfacht", so Kern. Aktuell gebe es 61 unterschiedliche Tickets, diese Zahl soll reduziert werden. So gibt es beispielsweise drei Hundetickets, "für den Schoßhund, den gemeinen Hund und den Diensthund", erklärte Kern. Mittelfristig soll "die Preiserhöhung an die Inflation angepasst werden", sagte Kern. Neben Verteuerungen sollen einzelne Verbindungen auch verbilligt werden.
Zur Qualitätsoffensive der Bundesbahnen gab sich Kern selbstkritisch. Das Beschwerdemanagement sei "eine unserer absoluten Schwächen". Probleme gebe es auch im Störungsfall. "Dort, wo Improvisation und Spontaneität gefordert sind, tun wir uns schwer", sagte Kern. Verbesserungen wie die Garantie, dass Anfragen innerhalb von 24 Stunden bearbeitet oder Fahrgeldrückforderungen innerhalb von 15 Tagen überwiesen werden, sollen Abhilfe schaffen.
Mehr Personal, "Bahnhofsverantwortlicher", Duftbäume am Klo
Mehr Personal soll die Kundenzufriedenheit im Störungsfallmanagement erhöhen, außerdem soll das Berufsbild eines "Bahnhofsverantwortlichen" geschaffen werden. Insgesamt nehmen die ÖBB in den kommenden Monaten für Verbesserungen 35 Millionen Euro in die Hand, erklärte Kern. Das betreffe auch Banalitäten wie "Duftbäume in den Toiletten", so der Bahn-Chef.











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