Mo, 16. Juli 2018

In Lebensgefahr

14.09.2013 08:46

Fünfjährige in Pakistan entführt und vergewaltigt

Ein fünfjähriges Mädchen aus Pakistan schwebt Polizeiangaben zufolge in Lebensgefahr, nachdem es in der Millionenmetropole Lahore entführt und vergewaltigt wurde. Wie Polizeichef Chaudhry Shafiq am Samstag erklärte, wurde das Kind tags zuvor vor einem Krankenhaus gefunden. Es stamme aus einem Armenviertel der Stadt und sei am Freitag als vermisst gemeldet worden.

"Wir vermuten, dass unbekannte Männer die Fünfjährige entführt und nach der Vergewaltigung vor dem Klinikgebäude abgeladen haben", sagte Shafiq. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigten bloß, wie ein Sicherheitsmann das schwer verletzte Mädchen vor dem Krankenhaus auf seine Schultern lud und ins Gebäude trug. Laut Polizei wurde die Fünfjährige mehrfach vergewaltigt und wird nun auf der Intensivstation einer anderen Klinik behandelt.

Der Oberste Gerichtshof des Landes bestellte am Samstag Spitzenvertreter der Polizei zum Rapport, um sich über den neuesten Ermittlungsstand informieren zu lassen. Zwei separate Ermittlerteams fahnden nach Verdächtigen.

"Kein Mensch, sondern eine Bestie"
Die Justizministerin der Provinz Punjab versicherte am Freitag, dass die Täter aufgespürt und bestraft würden. "Wer das getan hat, ist kein Mensch, sondern eine Bestie", sagte Rana Sanaullah. "Sie werden verhaftet, ihnen wird der Prozess gemacht und ein Exempel statuiert."

Ähnliche Taten hatten in den vergangenen Monaten die Öffentlichkeit im Nachbarland Indien geschockt. Im Westen des Landes wurden im Februar drei Schwestern im Alter zwischen sechs und elf Jahren vergewaltigt und ermordet. In der Hauptstadt Neu-Delhi wurde im April eine Fünfjährige entführt, sexuell missbraucht und schwer misshandelt.

Todesurteile für Vergewaltiger in Indien
In Indien wird verstärkt über Gewalt gegen Frauen diskutiert, seitdem im Dezember mehrere Männer eine Studentin in einem Bus in Neu-Delhi brutal vergewaltigten. Sie starb wenige Tage später im Krankenhaus. Vier Angeklagte in dem Fall wurden am Freitag zum Tode verurteilt (siehe Story in der Infobox).

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