Es ist ein seltener Anblick, der die Herzen aller berührt: Ein verletztes Otterbaby, das verzweifelt fiept, allein und hilflos in einem Schuppen in Niederösterreich zurückgelassen. Doch ein glücklicher Zufall führt das kleine Wesen in die Eulen- und Greifvogelstation Haringsee.
Völlig erschöpft, mit wundgescheuerten Pfoten und einem schmerzhaften Abszess am Kopf wurde ein verwaistes Otterbaby von einem aufmerksamen Landwirt in Naarn an der Donau (Niederösterreich) gefunden. Als letzte Zuflucht verkroch sich das Tier in einem dunklen Schuppen.
Zurück ins Leben
Zunächst für einen kleinen Otterjungen gehalten, wurde aus „Otti“ schließlich „Ottilie“ – ein Name, der für eine zweite Chance steht. Denn das Otter-Weibchen fand ihren Weg in die Eulen- und Greifvogelstation Haringsee (EGS). Dort bekam sie die lebensrettende Versorgung und erholt sich seitdem bestens von ihren Verletzungen.
Mittlerweile frisst die tapfere kleine Kämpferin bereits selbstständig. Bis sie jedoch ausgewildert werden kann, braucht sie weiter liebevolle Pflege – mit der nötigen Distanz, damit sie ihre natürliche Scheu vor Menschen bewahrt. Denn nur so kann sie eines Tages wieder in die Wildnis entlassen werden, wo sie hingehört.
Vorgehen bei der Rettung eines (verletzten) Wildtieres:
Erfolgreiche Wildtierhilfe in Haringsee
Die vom Verein „Vier Pfoten“ geführte Eulen- und Greifvogelstation Haringsee leistet Jahr für Jahr einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutz unserer heimischen Wildtiere. Alleine 2024 sind dort rund 3.000 Tiere gerettet und gesundgepflegt worden. Ob Eulen, Greifvögel, Feldhasen oder eben kleine Otter wie „Ottilie“: Dank der fachkundigen Pflege des EGS können viele dieser Wildtiere wieder eigenständig in ihrem natürlichen Lebensraum überleben.
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