Dreiste Betrüger imitieren im Internet immer wieder Online-Stores von Fußball-Top-Klubs und locken mit niedrigen Preisen. Auch ein Real-Fan aus Tirol fiel auf ein vermeintliches Sonderangebot hinein und schaut jetzt durch die Finger.
Seit Jahren ist Peter Huber (Name von der Redaktion geändert) ein eingefleischter Fan von Real Madrid. Und als die „Königlichen“ im Vorjahr zum bereits 15. Mal den Titel in der Fußball-Champions-League einheimsten, schwor sich der 28-jährige Tiroler, bei der nächsten Gelegenheit ein Trikot seines Lieblingsspielers Vinicius Junior zu besorgen.
„Im Internet fand ich zunächst aber nur Angebote für das Trikot zwischen 100 und 150 € – Rückennummer und Wunschname noch nicht einmal mit eingerechnet. Wahrlich stolze Preise“, erzählt der Anhänger der „Los Blancos“ – wie der spanische Rekordmeister aufgrund seiner schneeweißen Heimtrikots auch genannt wird. Der Preis war dem zweifachen Jungvater einfach zu hoch.
Ich hätte eigentlich hellhörig werden sollen, als ich sah, dass lediglich die Kreditkartenzahlung angeboten wurde und keine Alternativen wählbar waren.
Betrugsopfer aus Tirol
Nur Kreditkartenzahlung möglich
Die Freude war natürlich riesig, als plötzlich auf Facebook die Nachricht aufpoppte, dass das Champions-League-Trikot aus der Vorsaison offenbar im offiziellen Vereins-Store für günstige 35 Euro zu haben sei – inklusive Wunschbeflockung. „Ich habe natürlich nicht lange nachgedacht und sofort zugeschlagen“, erinnert sich Peter. Doch das Trikot hat er – trotz sofortiger Bezahlung mit Kreditkarte – bis heute nicht bekommen.
Der Tiroler ist nämlich Opfer von Kriminellen geworden, die mit Fakeseiten auch anderer Großklubs die Fußballliebe gutgläubiger Fans im Internet schamlos ausnützen. „Ich hätte eigentlich hellhörig werden sollen, als ich sah, dass lediglich die Kreditkartenzahlung angeboten wurde und keine Alternativen wählbar waren“, ärgert sich der 28-Jährige, der natürlich auch in diesem Jahr Real Madrid die Daumen drückt – auch ohne das Trikot von Vinicius Junior.
Günstiger Thermomix lockt in teure Abofalle
Dass man von auffällig günstigen Angeboten besser die Finger lassen sollte, zeigt derzeit auch die „Thermomix-Falle“ in sozialen Netzwerken. Darin wird das Küchengerät um zwei Euro angeboten, wenn man an einer Umfrage teilnimmt. Statt eines günstigen Thermomix erwartet die Interessierten aber eine teure Abofalle.
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