In Kärnten ist die Wirtschaftskammerwahl geschlagen – das Ergebnis ist wenig überraschend. Der Wirtschaftsbund hält trotz Verlusten in den kommenden Jahren eine Zweidrittelmehrheit im Wirtschaftsparlament.
Am 12. und 13. März hatten in Kärnten 38.670 Unternehmer die Möglichkeit, persönlich in einem von 47 Wahllokalen oder per Wahlkarte in ihrer jeweiligen Fachorganisation bzw. bei mehreren Gewerben Fachorganisationen (Fachgruppe, Innung, Gremium) zu wählen. Seit heute steht das Ergebnis fest:
Zwar musste der Wirtschaftsbund Verluste von 10,2 Prozentpunkte hinnehmen, dennoch bleibt er stärkste Kraft. Fast genau so viel Prozentpunkte konnte die Freiheitliche Wirtschaft dazu gewinnen (+10,3) – auch der SWV konnte leicht dazu gewinnen (+1,8 Prozentpunkte). Die Grüne Wirtschaft hat mit Minus 2,7 Prozentpunkten zu kämpfen und die Unos freuen sich über ihre erzielten 2,1 Prozent (+1,2 Prozentpunkte).
Aufgrund des Ergebnisses ändert sich die Mandatsverteilung in den Fachorganisationen wie folgt: Der WB kommt auf 603 Mandate (+2), die FW auf 130 (+17), der SWV auf 52 (-22), die GW auf 25 (-12) und die Unos auf 7 (+3).
Ziel bei Wahlbeteiligung nicht erreicht
Das von den meisten Fraktionen vor der Wahl kommunizierte Ziel in Sachen Wahlbeteiligung – nämlich 30 Prozent – wurde knapp verfehlt. Laut Kammer gaben nur 28,32 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Also nicht einmal jeder Dritte. Dennoch konnte eine leichte Erhöhung im Vergleich zum Urnengang 2020 (28,16 Prozent) erzielt werden. Und das feiert die Wirtschaftskammer als „Trendumkehr“, denn der „bei den zurückliegenden Wahlen feststellbaren Abwärtstrend“ konnte gestoppt werden.
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