Der 53-jährige Lenker war mit seiner Familie gegen 4.30 Uhr in Richtung Graz unterwegs. Kurz vor der Abfahrt Lieboch scherte das Fahrzeug plötzlich nach rechts aus, durchbrach die Leitschiene sowie den Wildschutzzaun und kam nach der Autobahnböschung in einem Maisfeld auf dem Dach zu liegen. Zeugen leisteten sofort Hilfe und retteten die Familie aus dem Wagen, der bereits in Flammen stand.
Der Lenker erlitt Verbrennungen dritten Grades, seine 42-jährige Ehefrau wurde ebenfalls schwer verletzt. Der zwölfjährige Sohn und die 14-jährige Tochter kamen mit leichten Blessuren davon. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand das Wrack in Vollbrand. Während die Feuerwehr das Feuer löschte, wurden die Verletzten nach der Erstversorgung ins LKH Graz eingeliefert.
Streit um Verwendung des Navis
Dort soll der 53-Jährige sinngemäß erklärt haben, dass er sich und seine Familie bei dem Unfall habe töten wollen. Bei der polizeilichen Befragung allerdings widerrief der Familienvater dann seine Aussage.
Mittlerweile gebe es jedoch Hinweise auf einen Streit, wie Hans-Jörg Bacher, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, am Dienstagnachmittag berichtete. So habe die Ehefrau bei der Befragung erklärt, dass es auf der Heimfahrt zu einer Auseinandersetzung rund um die Verwendung des Navis gekommen sei.
Die Staatsanwaltschaft ordnete die Festnahme des 53-Jährigen an. Der Mann wurde in die geschlossene Abteilung des LKH Graz gebracht.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.