Rapid musste in Hartberg den nächsten Rückschlag hinnehmen. Hat Robert Klauß seine Spieler „verloren“? Eine Kolumne von „Krone“-Reporter Rainer Bortenschlager.
„Jetzt haben wir eine Woche, in der wir richtig Stress haben.“ Nein, Rapids Geschäftsführer Steffen Hofmann spricht (ausnahmsweise) nicht von den Fans, nach dem 1:2 in Hartberg droht auch sportlich ein Super-GAU: Am Donnerstag geht’s gegen Borac (BIH) um den Einzug ins Viertelfinale der Conference League, drei Tage später muss gegen den GAK der Absturz in die Flop-6 der Liga verhindert werden. „Ein Finale, das keiner gebraucht hat“, sagt Kapitän Matthias Seidl. „Wir müssen mehr Siegeswillen reinbringen, jeder für den anderen laufen. Das war nicht 90 Minuten der Fall.“
Vernichtende Worte nach einem blutleeren Auftritt, nach der vierten Pleite im fünften Liga-Spiel im Frühjahr! Im Vergleich zur Vorsaison hat Rapid sogar einen Punkt weniger geholt. „Zu wenig Leben auf dem Platz, wir haben es zu wenig gewollt“, gab Trainer Robert Klauß zu.
Die Analyse gleicht einem Offenbarungseid! Wo ist die Energie, die Begeisterung vom Herbst? Rapid agiert auf dem Rasen nicht mehr als Einheit. Fast alle Spieler laufen ihrer Form hinterher, konstant sind nur die individuellen Patzer. Es scheint, als hätte Klauß seine Mannschaft „verloren“. Zwei Siege müssen her, um das Gegenteil zu beweisen …
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