Eines gleich vorweg: Herr und Frau Österreicher fahren auf die Bahn ab. Im Vorjahr wurden 262 Millionen Fahrten gezählt, ein Plus von 18 Millionen. Wie sich die einzelnen Ticketpreise zusammensetzen, bleibt den Kunden allerdings meist verborgen. Gruppen, Frühbucher, Sonderangebote, Ermäßigungen - 2.000 unterschiedliche Ticketvarianten werden innerhalb der elf Bahnunternehmen sowie den Verkehrsverbünden angeboten. Die Suche nach der günstigsten Verbindung ist ein schier unmögliches Unterfangen.
Preisplattformen gibt es nicht
Preisplattformen (ähnlich zum Flugverkehr) gibt es nicht. "Dafür hat sich noch kein Betreiber gefunden", weiß Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich. Diese Vergleichsplattformen agieren meist international - und damit rechnet es sich nicht. Denn während innerhalb Österreichs der Bahnverkehr auf der Überholspur fährt, hinken internationale Zugsreisen dem Flugverkehr weit hinterher. Gratzer: "Innerhalb der EU wurde der Eisenbahnverkehr nie richtig forciert."
Dennoch steht der Tarifdschungel nicht ganz oben auf der schwarzen Liste. Noch mehr nerven die Passagiere Fahrgeldnachforderungen und Strafen sowie mangelnde Information und Kundenkontakt, wie aus Erhebungen der unabhängigen Regulierungsbehörde Schienen-Control hervorgeht. Kritik gibt es zudem an schlechten Anschlussverbindungen im ländlichen Raum.
Jeden Tag rund 220 Beschwerden
Bei den ÖBB gehen täglich im Schnitt 220 Beschwerden ein – bei 1,3 Millionen Fahrten entspricht das 0,017 Prozent.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.