01.08.2013 12:54 |

Sechs Festnahmen

Burschen verübten 26 Überfälle auf betagte Opfer

Die Wiener Polizei hat eine Serie von - teilweise sehr brutalen - Raubüberfällen auf betagte Opfer geklärt. Insgesamt sechs Burschen im Alter von 14 bis 17 Jahren wurden festgenommen und in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert. Ihnen werden 26 Überfälle zur Last gelegt, der Gesamtschaden beträgt mehr als 14.000 Euro. Die Jugendlichen zeigten sich großteils geständig.

Die Überfälle ereigneten sich bereits im März und April dieses Jahres in Favoriten. Als Opfer wählten die Jugendlichen zumeist ältere Damen aus, denen sie blitzschnell die Handtaschen entrissen und sich schleunigst mit der Beute aus dem Staub machten. Täterbeschreibung gab es daher keine.

Kreditkarten bei 14-Jährigem sichergestellt
Am 22. April erhielt das Landeskriminalamt Wien dann einen "Tipp aus dem Umfeld eines 14-Jährigen", so ein Polizeisprecher. Die Kriminalisten überprüften daraufhin den Burschen und wurden prompt fündig: So konnten bei dem 14-Jährigen diverse fremde Kredit- und Kundenkarten sichergestellt werden, die drei Überfällen zugeordnet wurden.

Die weiteren Ermittlungen führten dann zu einem 17-jährigen Komplizen. Dem Duo wiesen die Beamten insgesamt 18 Raubüberfälle, mehrere Diebstähle und Drogenmissbrauch nach. An vier der Überfälle hatten sich zudem noch zwei weitere Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren beteiligt. Von den Taten der vierköpfigen Bande inspiriert, ging dann laut Polizei auch noch ein 16-jähriger Freund des 14-Jährigen mit einem Komplizen (17) auf Raubzug. Dem Nachahmer-Duo konnte die Polizei insgesamt acht Überfälle nachweisen.

Beute für Markenbekleidung und Handys ausgegeben
Teilweise gingen die Burschen bei den Taten besonders gewaltsam vor. So erlitt ein 66-jähriges Opfer einen Bruch des Handwurzelknochens sowie der Speiche und trug zahlreiche Hämatome im Gesicht davon.

Mit dem erbeuteten Geld finanzierten die Burschen ihren überschwänglichen Lebensstil. So kauften die Jugendlichen Markenbekleidung, Handys und Drogen. Einen Teil davon verspielten die Kriminellen laut Polizei auch bei Glücksspielautomaten.

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