Hanke soll es werden

SPÖ legt sich fest: Stadtrat als Finanzminister

Innenpolitik
26.02.2025 10:11

Lange ließ sich die SPÖ nicht in die Karten schauen. Nun sickerte durch, wer künftig das Finanzressort leiten soll. Wie die „Krone“ erfuhr, ist es kein Unbekannter – und ein enger Vertrauter von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. 

Ludwig hatte sich lange nicht deklariert, doch nun ist klar: Peter Hanke soll offiziell auf Vorschlag Andreas Bablers und mit Zustimmung des Wiener Bürgermeisters am Freitag zum Finanzminister gekürt werden, wie die „Krone“ erfuhr.

Erfahrener Leiter des Wiener Finanzressorts
Der erfahrene Finanzstadtrat Wiens gilt angesichts eines noch immer drohenden EU-Defizitverfahrens und der Notwendigkeit, auf Ecofin-Ebene neue Defizitregeln für die EU zu verhandeln, als einzig logische Wahl. Zuletzt hatte es in der SPÖ um den mächtigen Posten des Finanzministers ein heftiges Tauziehen gegeben.

Andreas Babler und Michael Ludwig waren sich nicht immer ganz grün. Doch nun scheint man sich ...
Andreas Babler und Michael Ludwig waren sich nicht immer ganz grün. Doch nun scheint man sich bei einer der wichtigsten Postenbesetzungen geeinigt zu haben.(Bild: APA/FLORIAN WIESER)

Andreas Babler hatte seine Vertraute Michaela Schmidt ins Rennen schicken wollen, die Arbeiterkammer-Mitarbeiterin kommt wie Babler vom linken Flügel, hat aber keine Regierungserfahrung. Für den pragmatischen Flügel um die Wiener Partei war Ex-ORF-Chef Alexander Wrabetz genannt worden, der nicht gerade als Babler-Freund gilt.

Langjähriger Teil des Ludwig-Kabinetts
Nun soll Peter Hanke, der in der Diskussion lange im Hintergrund geblieben war, vor den Vorhang treten. Hanke war vor seiner Tätigkeit als Finanzstadtrat Geschäftsführer der Wien Holding, er gilt als erfahrener Manager und Pragmatiker. Der leidenschaftliche Läufer und Tennisspieler gehört seit 2018 zum Kabinett Michael Ludwigs. 

Er gilt zudem als durchsetzungsfähiger Wirtschafter, der sich nicht scheut, alte Strukturen aufzubrechen. Zuletzt kündigte er an, im Wiener Rathaus selbst mit Effizienzmaßnahmen im Verwaltungsapparat bis zu 500 Millionen Euro lukrieren zu wollen. Die schwierige Finanzlage der Bundeshauptstadt konnte Hanke in den letzten Jahren zwar verbessern, für 2025 kündigte er allerdings doch wieder ein höheres Defizit an. 

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