Der Villacher Ex-Weltcup-Athlet Peter Köchl jubelte mit Schützling Benjamin Lengger über Silber bei Jugend-Olympia. Der 62-Jährige war als Freestyle-Leiter im ÖSV dreimal selbst bei den Olympischen Spielen. Fürs Training müssen er und seine Freestyle-Talente meist nach Salzburg ausweichen.
Die Silbermedaille im Slopestyle von Benjamin Lengger (16) bei den EYOF-Spielen in Georgien war das zweite Edelmetall bei „Jugend-Olympia“ für den Ski-Freestyleclub Villach innerhalb eines Jahres. Im Vorjahr hatte ja Snowboarderin Kristina Holzfeind in Italien gewonnen.
Die Basis ist das Trampolin in der Turnhalle – da lernst du die Grundlagen für alle Tricks. Auch Anna Gasser hat so angefangen.
Peter KÖCHL
Ein Vater des Erfolges ist Peter Köchl, Betreiber der Wasserrampe in Föderlach bei Villach – wo auch die Skispringer oder Alpinen im ÖSV schon zu Gast waren. Der 62-Jährige kennt die Freestyle-Szene in Österreich seit seiner aktiven Zeit bestens – bis 1990 war er im Weltcup selbst als Freestyle-Skifahrer aktiv, danach acht Jahre lang der Sektionsleiter im ÖSV.
„Dreimal war ich bei den Olympischen Spielen – das beste Resultat war ein siebenter Platz von Christian Rijavec in Nagano 1998“, erzählt Köchl, der sich nun völlig der Jugendarbeit verschrieben hat.
„Die Basis ist das Trampolin in der Turnhalle – da lernst du die Grundlagen für alle Tricks. Auch eine Anna Gasser hat so angefangen“, erzählt Köchl, der staatlich geprüfter Freestyle-Trainer ist. Um im Winter auf Schnee zu trainieren, muss er mit seinen Talenten trotzdem weite Strecken auf sich nehmen.
„In Kärnten haben wir passende Kicker leider nur auf der Turrach. Aber da bin ich fast gleich schnell im Absolutpark in Flachauwinkl – da gibt’s die besten Bedingungen“, so Köchl, der Benni Lengger trainiert seit dieser zehn Jahre alt ist. „Sein Erfolg freut mich riesig, ist für mich extrem emotional. Ich trainiere mit ihm seit seine Mama ihn zu uns in den Verein gebracht hat.“
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