Mehrere Außenministerinnen und Außenminister haben sich am Montag für eine schrittweise und beschleunigte EU-Integration des Westbalkans ausgesprochen. „Die Frage der EU-Erweiterung ist eine Frage der Sicherheit für die europäische und österreichische Bevölkerung“, sagte Österreichs Übergangskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP).
„Entweder wir exportieren Stabilität und Sicherheit oder wir laufen Gefahr, Instabilität zu importieren.“ Schallenberg hat die Gruppe „Freunde des Westbalkans“ im Juni 2023 ins Leben gerufen. Mitglieder sind die Außenministerinnen und Außenminister Italiens, Kroatiens, Tschechiens, Griechenlands, der Slowakei und Sloweniens. Am Montag haben sie sich in Rom getroffen.
Dabei wurde unter anderem über die schrittweise Integration gesprochen, die das Einbeziehen in bestimmte Politikbereiche ermöglichen soll. „Dabei geht es darum, konkrete und greifbare Vorteile für die Menschen in der Region zu schaffen und eine realistische und glaubwürdige Beitrittsperspektive zu ermöglichen“, sagte Schallenberg. „Ohne den Westbalkan ist die EU nicht vollständig“.
Dabei geht es darum, konkrete und greifbare Vorteile für die Menschen in der Region zu schaffen und eine realistische und glaubwürdige Beitrittsperspektive zu ermöglichen.
Kanzler Alexander Schallenberg
„Nicht immer reibungslos“
„Der Prozess der europäischen Integration ist zwar nicht immer reibungslos verlaufen, aber heute muss er mehr denn je mit Mut, Hartnäckigkeit und Klugheit vorangetrieben werden, sowohl innerhalb der Union als auch an ihren Grenzen, auch um den Beitritt neuer Mitglieder zu fördern, wie die Länder des westlichen Balkans, aber auch die Ukraine und Moldawien“, sagte Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella.
Der Gruppe nach sollen alle Länder des westlichen Balkans bis 2030 der Europäischen Union beitreten, insbesondere Serbien, Montenegro, Albanien und Nordmazedonien. Für Bosnien und Herzegowina könne es länger dauern, wurde eingewandt.
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