„Irgendwann ist es auch genug!“ Vincent Kriechmayr sprach nach dem Gewinn der Silbermedaille in der WM-Abfahrt von Saalbach auch über ein baldiges Karriereende.
In all den Wochen, in denen es gar nicht gelaufen war, betonte Kriechmayr immer wieder, dass er aufhören werde, wenn es keinen Spaß mehr macht. Was in seinem Fall heißt: Wenn es für ganz vorne nicht mehr reicht.
„Ich bin 33, werde im Oktober 34. Irgendwann ist es auch genug. Ich kann nicht sagen, ob es meine letzte WM ist, aber die Tendenz ist sicher dahingehend.“ Olympia 2026 in Italien – die Speed-Männer fahren in Bormio – hat er noch auf dem Zettel, danach könnte Schluss sein.
„Nur, weil wir uns im Ziel nicht abschmusen, ...“
Bis dorthin will er sich insbesondere den Schweizern erwehren. Dass der Teamspirit im Nachbarland stimmt, zeigte eine von Odermatt orchestrierte Haar-Ab-Aktion vor der Siegerehrung. „Die Schweizer sind eine coole Truppe mit einem coolen Spirit, aber den Spirit haben wir auch. Vielleicht tragen wir ihn nicht so nach außen“, sagte Kriechmayr und zitierte seinen bevorzugten Partner für die Team-Kombination am Mittwoch: „Der Felli (Manuel Feller, Anm.) hat es einmal gut gesagt: Nur, weil wir uns im Ziel nicht abschmusen, heißt es nicht, dass wir uns nicht wertschätzen oder mögen.“
Nachsatz: „Der Spirit allein macht uns auch nicht schneller, es aber zumindest erträglicher, wenn es nicht läuft.“
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