06.07.2013 10:31 |

Zweites Wunder

Costa Ricanerin: "Papst Johannes Paul II. heilte mich"

Nach der Ankündigung der Heiligsprechung von Papst Johannes Paul II. hat sich nun jene Costa Ricanerin zu Wort gemeldet, deren Heilung von der Kirche als zweites Wunder anerkannt wurde. 2011 habe sie vor dem Bild von Karol Wojtyla für ihre Heilung von einer Gefäßerkrankung im Gehirn gebetet, sagte Floribeth Mora Diaz am Freitag auf einer Pressekonferenz in Mexiko.

"Dann habe ich eine Stimme gehört, die sagte: 'Stehe auf. Habe keine Angst'", zitierte die Zeitung "La Nación" die 50-Jährige. "Ich war überrascht, aber ich habe mit 'Ja' geantwortet und bin aufgestanden“, berichtete Mora Diaz. Die Worte, die sie im Traum gehört habe, seien die gleichen gewesen, die der Papst aus Polen im März 1983 bei einem Besuch in Costa Rica gesprochen habe. Mora Diaz war damals unter den Gläubigen im Nationalstadion.

Im April 2011 hatte Frau aus Costa Rica einen schweren Hirnschlag erlitten. Die Ärzte hatten nach Untersuchungen erklärt, dass man nichts für sie machen könne, da sie im Gehirn nicht operiert werden könne, hatte Floribeth Mora Diaz zuvor in einem Interview mit dem mexikanischen Kanal Televisa berichtet. Nachdem Sie die Stimme des Papstes gehört habe, hätten die Ärzte noch am selben Tag festgestellt, dass sie auf unerklärliche Weise vollkommen genesen und das Blutgerinnsel in ihrem Kopf verschwunden sei, hieß es.

Zweites Wunder erlaubt Heiligsprechung
Die Heilung der Frau wurde Johannes Paul als zweites Wunder zugesprochen, welches Voraussetzung für dessen Heiligsprechung ist. Mit seiner Unterschrift besiegelte Papst Franziskus am Freitag die Heiligsprechung von Johannes Paul II. Bereits vor einigen Tagen hatte die Kardinalsversammlung der zuständigen Kongregation des Vatikans dem früheren Papst das zweite Wunder zugesprochen.

Gemeinsam mit Johannes Paul II. wird auch der frühere Papst Johannes XXIII. vermutlich noch dieses Jahr heiliggesprochen. Johannes XXIII., der in seiner fünfjährigen Amtszeit (1958 bis 1963) mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil eine Zeitenwende in der katholischen Kirche eingeleitet hatte, wird ohne die Anerkennung eines zweiten Wunders heiliggesprochen.

Der Papst habe entschieden, dass das nicht erforderlich sei, erklärte Lombardi. "Wir kennen alle die Tugend und die Persönlichkeit von Papst Roncalli, es ist nicht nötig, die Gründe für seine Heiligkeit zu erklären." Bei Johannes XXIII., der mit bürgerlichem Namen Angelo Giuseppe Roncalli hieß, handele es sich um einen besonderen Fall.

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