Als ihr Sohn sie gegen 15.30 Uhr bei einer wiederholten Suche etwa 700 Meter Luftlinie entfernt von ihrem Anwesen in Jagerberg im Bezirk Südoststeiermark fand, glaubte er zuerst nicht, dass sie noch lebte. Doch wie sich herausstellte, war die Seniorin zwar entkräftet und von einem Schwarm Fliegen belagert, aber ansprechbar und - wie später Ärzte konstatierten - den Umständen entsprechend in guter Verfassung.
Gestürzt und unter Bäume geschleppt
Sofort alarmierte der Sohn die Rettungskräfte, die die 91-Jährige nach der Erstversorgung ins LKH Feldbach brachten. Wie es scheint, hat sich die betagte Frau seit Samstagabend in dem schwer einsehbaren und durch Gestrüpp und Bäume schwer zugänglichen Bereich aufgehalten, hieß es von der Polizei.
Da ihre Gehhilfen ein paar Meter entfernt aufgefunden wurden, nimmt man an, dass sie gestürzt ist und sich dann in den Schatten unter die Bäume geschleppt hat. Selber konnte sie noch keine Auskunft geben. Dass sie ohne Wasser und Nahrung überlebt hat, "grenzt an ein Wunder", hieß es.
Zuletzt war die 91-Jährige am vergangenen Samstag gegen 18 Uhr gesehen worden, als sie auf der Straße zu ihrem in der Nachbarschaft lebenden zweiten Sohn unterwegs war. Als sie dann nicht mehr zuhause auftauchte, gab es wiederholte Suchaktionen, die zunächst jedoch ergebnislos verliefen.
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