Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz sieht die Entwicklung in Österreich mit einer möglichen Kanzlerschaft von FPÖ-Chef Herbert Kickl „mit großer Sorge“, wie er unlängst festhielt. Nun teilte er beim Parteitag der SPD in Berlin erneut gegen Kickl aus.
Der wahlkämpfende deutsche Regierungschef, dessen Dreierkoalition mit den Grünen und der FDP kurz vor Weihnachten zerbrochen war und der am Samstag auf dem SPD-Parteitag als Kanzlerkandidat bestätigt worden war, kritisierte die derzeitigen Versuche einer Regierungsbildung in Österreich. Zum blauen Nationalratswahlsieger meinte Scholz: „Er ist, man kann das nicht anders sagen, ein extremer Rechter.“
„Es ist ernst. Es ist eine verdammt ernste Zeit“, so der SPD-Politiker weiter. Dass ein Rechter im Nachbarland nun wahrscheinlich Regierungschef werde, „das können wir nicht einfach so zur Kenntnis nehmen“. Damit deutete der Sozialdemokrat ein schwieriges Verhältnis zwischen den beiden Nachbarländern an – natürlich unter der Voraussetzung, dass sowohl Kickl als auch Scholz als Amtskollegen aufeinandertreffen.
SPD abgeschlagen auf Platz 4
In einer aktuellen Umfrage kommt die SPD nämlich nur auf Platz 4. In Führung liegen die Unionsparteien CDU/CSU, gefolgt von der AfD und den Grünen. Die Sozialdemokraten blasen im Rahmen eines Parteitags in Berlin zur Aufholjagd. Dort soll Scholz offiziell als roter Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl am 23. Februar bestätigt werden. Scholz wird auch die Hauptrede vor den gut 600 Delegierten halten.
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