Mit einer erneuten kontroversen Ankündigung hat der designierte US-Präsident Donald Trump die internationale Gemeinschaft überrascht. Er erklärte, den Namen des Golfs von Mexiko in „Golf von Amerika“ ändern zu wollen. Die Begründung: Der neue Name sei „schön und passend“, so Trump. Doch was bedeutet diese Ankündigung, und kann ein Präsident dies überhaupt umsetzen?
Das US Board on Geographic Names (BGN), das für die Standardisierung geografischer Namen innerhalb der US-Regierung zuständig ist, könnte eine solche Änderung theoretisch prüfen. „Doch dies würde die Zustimmung anderer Länder voraussetzen“, schreibt dazu die „Washington Post“.
Ein aktuelles Beispiel: Innenministerin Deb Haaland ließ 2021 den Begriff „Squaw“ aus geografischen Bezeichnungen streichen. Diese Änderungen betrafen jedoch ausschließlich US-amerikanische Gebiete. 2012 ließ US-Präsident Barack Obama den höchsten Berg der USA, den Mount McKinley in den traditionellen Namen der Ureinwohner – „Mount Denali“ – umbenennen. Trump kündigte an, diese Umbenennung zurücknehmen zu wollen.
Unterstützung erhielt Trump von der republikanischen Abgeordneten Marjorie Taylor Greene. Sie verkündete auf X (ehemals Twitter), ein Gesetz zur Umbenennung des Golfs einbringen zu wollen. „Das ist wichtig, um mit der Finanzierung der Kartenänderung für alle Behörden innerhalb der Bundesregierung zu beginnen“, so Greene.
Die Umbenennung internationaler Gewässer hat in der Vergangenheit bereits diplomatische Konflikte ausgelöst. So blieb der Name „Persischer Golf“ 2020 nach intensiven Debatten zwischen Iran und den arabischen Staaten offiziell bestehen, auch wenn arabischen Ländern in ihrer internen Kommunikation die Verwendung „Arabischer Golf“ gestattet ist. Ähnliche Umbenennungen könnten im Fall des Golfs von Mexiko vergleichbare Spannungen hervorrufen. Trump ist sich der potenziellen Widerstände bewusst. Dennoch scheint er entschlossen, mit dieser symbolischen Änderung erneut ein Zeichen zu setzen. Doch ob der „Golf von Amerika“ jemals Realität wird, bleibt abzuwarten.
Premierminister Justin Trudeau dürfte Trumps neueste Vision wohl erneut mit einem Augenzwinkern kommentieren: Die Chancen dafür seien so groß „wie ein Schneeball in der Hölle“.
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