Tirols Landeshauptmann Anton Mattle ist ein Verfechter von Schwarz-Rot. Dass es im Bund nun anders kommt, macht ihn „nicht glücklich“. „Aber es überwiegt unser aller Wunsch nach einer stabilen, arbeitenden und funktionierenden Bundesregierung.“
„Aus den Gesprächen mit SPÖ und NEOS ist keine Koalition hervorgegangen, obwohl man sich seitens der Volkspartei sehr bemüht hat. Das ist zur Kenntnis zu nehmen und der Regierungsbildungsauftrag durch den Bundespräsidenten liegt nun bei Herbert Kickl“, nahm Mattle Montagabend Stellung zu den aktuellen Entwicklungen.
Fokus auf Europa, Zusammenhalt und Wirtschaft
„Unsere Bedenken gegenüber der FPÖ sind hinlänglich bekannt. Die Menschen erwarten sich aber rasch Stabilität und Klarheit. Wie viele in der Bevölkerung und in der Volkspartei bin ich mit den Entwicklungen in der Bundespolitik nicht glücklich. Aber es überwiegt unser aller Wunsch nach einer stabilen, arbeitenden und funktionierenden Bundesregierung. Mir ist wichtig, dass wir auf unser gemeinsames Europa, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unseren Wirtschaftsstandort achten“, führte der Landeshauptmann weiter aus.
Das, was in Tirol gelingt, nämlich zu arbeiten anstatt zu streiten, sollte endlich auch im Bund möglich sein.
LH Anton Mattle
Er sei überzeugt davon, dass Christian Stocker (Anm.: neuer ÖVP-Chef) „als ruhiger und sachlicher Verhandler großes Verantwortungsbewusstsein in dieser schwierigen Situation zeigen“ werde. Tirol bleibe ein verlässlicher Stabilitätsanker für die Menschen in unserem Land und die künftige Bundesregierung, betonte Mattle.
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