"Aber keine Angst"

“Bester Stürmer der Welt” – ÖFB mit viel Respekt vor “Ibra”

Sport
02.06.2013 12:00
Andreas Ivanschitz trägt ein ständiges Andenken an Zlatan Ibrahimovic mit sich - am 27. September 2005 beförderte der damalige Superstar von Juventus im Champions-League-Gruppenmatch den damaligen Rapid-Jungstar mit einem brutalen Check unsanft auf die Laufbahn des Turiner Delle-Alpi-Stadions. Seitdem ziert eine Narbe den rechten Oberarm von Ivanschitz, für den es am Freitag in Wien zu einem Wiedersehen mit dem Superstar von Österreichs WM-Qualifikations-Gegner Schweden kommt.

Für Ibrahimovic ist es das erste Duell mit dem ÖFB-Team, mit dem heimischen Klubfußball hat "Ibra" hingegen schon Bekanntschaft gemacht. In vier Partien gegen den GAK und Rapid verewigte er sich dreimal als Torschütze - zweimal gegen die Wiener und einmal gegen die Grazer. In der Champions-League-Quali 2003 warf Ibrahimovic mit Ajax Amsterdam den GAK hauchdünn (1:1, 2:1 n.V.) aus dem Rennen. Gegen die Rapidler behielt Juve zwei Jahre später mit 3:0 und 3:1 (im Happel-Stadion) zweimal deutlich die Oberhand.

Pogatetz: "Ibrahimovic ist ein außergewöhnlicher Spieler"
Mit den Grazern war damals Innenverteidiger Emanuel Pogatetz im Einsatz und erzielte im Hinspiel per Kopf das GAK-Tor. "Man konnte damals schon sehen, dass Ibrahimovic ein außergewöhnlicher Spieler ist. Seitdem spielt er konstant auf dem höchsten Level und hat mit den besten Vereinen der Welt unendlich viele Titel gewonnen", weiß Pogatetz, dessen Nebenmann Toni Ehmann damals knallharte Duelle mit Ibrahimovic bestritt.

Dragovic: "Respekt ist angebracht, aber keine Angst"
"Wenn so ein Spieler einen Supertag erwischt, dann ist er schwierig unter Kontrolle zu bringen. Wir müssen hoffen, dass er nicht zu Höchstform aufläuft", meinte der 30-jährige Pogatetz. Besonders intensiv dürfte sich diesmal Aleks Dragovic um den unberechenbaren Ausnahmekönner kümmern. "Wenn es uns gemeinsam gelingt, Ibrahimovic auszuschalten, dann haben wir einen großen Teil der Arbeit geschafft. Denn für mich ist Ibrahimovic der beste Stürmer der Welt", sagte der FC-Basel-Legionär, der dennoch als Motto ausgab: "Respekt ist angebracht, aber keine Angst."

Koller: Schweden ist mehr als nur Ibrahimovic
Bei aller Klasse von Ibrahimovic stellte Teamchef Marcel Koller auch klar: "Sich nur auf Ibrahimovic zu konzentrieren, das ist eindeutig zu wenig. Ibrahimovic ist natürlich der überragende Spieler und bei jeder gefährlichen Aktion mit dabei. Aber Schweden ist auch eine sehr gute und körperlich robuste Organisation mit zwei Viererreihen." Und auch Kapitän Christian Fuchs warnte davor, den Fokus zu sehr auf Ibrahimovic zu richten: "Nicht vergessen: Die haben auch noch zehn andere auf dem Feld, die allesamt hohe Qualität haben."

Als langjähriger Italien-Legionär kennt Gyuri Garics Schwedens Superstar am besten von allen ÖFB-Kickern. Schließlich hat Ibrahimovic bei Juventus, Inter Mailand und Milan insgesamt sieben Jahre in der Serie A verbracht. "Ich habe immer sehr gerne gegen ihn gespielt. Je größer der Name des Gegners, umso lieber ist es mir. Kopfballduelle werden wir wahrscheinlich nicht viele gegen ihn gewinnen, aber es gibt andere Wege, ihn zu limitieren", meinte Garics. Auch Sebastian Prödl bekam es mit Werder Bremen schon zweimal mit "Ibra" zu tun und blickt einem arbeitsreichen Wiedersehen entgegen: "Ibrahimovic hat zweifelsohne sehr viel Talent mitbekommen. Es wird jede Menge Arbeit auf uns zukommen."

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