Wie Polizeisprecherin Adina Mircioane am Montag mitteilte, war Ali M. am 25. Februar 2013 wegen Geldwäscherei und Suchtgifthandels in seinem Modegeschäft im Wiener Bezirk Leopoldstadt festgenommen worden. Der 27-Jährige steht im Verdacht, Drogengelder kassiert, verwaltet und anschließend nach Spanien und Nigeria transferiert zu haben. Ebenso soll er Urkunden unterdrückt und gefälscht haben. Neben 45.000 Euro Bargeld konnten auch Unterlagen über Drogendeals sichergestellt werden, aus denen sich zumindest 940.000 Euro Umsatz nachweisen lassen.
Verdächtige beim Verpacken von Suchtgift erwischt
Im Zuge der Ermittlungen gegen Ali M. kamen die Kriminalisten über die sichergestellten Beweise und weitere Observationen zudem auf den 24-jährigen Blessing N. und den 34-jährigen Kenneth J. Beide wurden am 17. April in einer Wohnung in Wien-Landstraße festgenommen, nachdem man sie beim Verpacken von Suchtgift erwischt hatte.
Es konnten 2.600 Euro Bargeld sowie 2,2 Kilogramm Drogen sichergestellt werden. Den Männern wird vorgeworfen, in den vergangenen Monaten an sechs Suchtgiftlieferungen aus den Niederlanden beteiligt gewesen zu sein. Dabei handelte es sich um je ein Kilogramm Drogen in Form von Heroin und Kokain. Der Straßenhandelswert beträgt 600.000 Euro. Über alle drei Beschuldigten wurde Untersuchungshaft verhängt.
Spur von Drogenring-Boss führte zu Verdächtigen
Bereits im Oktober 2011 hatten Ermittler neun Drogenkuriere festgenommen und dabei 6,6 Kilogramm Kokain und Heroin sichergestellt (siehe Infobox). Als mutmaßlicher Kopf der Bande wurde damals der 28-jährige John D. ausgeforscht, der sich vorerst aber nach Spanien absetzen konnte. Im Februar 2012 wurde er am Flughafen in Madrid festgenommen und nach Österreich überstellt, wo er inzwischen nicht rechtskräftig zu einer neunjährigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Von John D. führte die Beamten schließlich eine Spur zu Ali M. und den beiden weiteren Verdächtigen.
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