"Gar nicht schlecht"

Wien: Bäderstart lockte knapp 35.000 Wasserratten an

Österreich
29.04.2013 12:29
Trotz der nicht durchwegs sommerlichen Temperaturen haben knapp 35.000 Wiener zwischen Freitag und Sonntag den kurzfristig vorverlegten Bäderstart genutzt und sich ins kühle Nass gewagt. "Gar nicht so schlecht", zog Bädersprecher Martin Kotinsky am Montag Bilanz. Aus finanzieller Sicht habe sich das Wochenende allerdings nicht rentiert.

Der verfrühte Saisonstart - traditionellerweise sperren in Wien die Bäder erst am 2. Mai auf - sei insgesamt gut angenommen worden, versicherte Kotinsky: "Die Leute waren zufrieden." Der Freitag war - vor allem wetterbedingt - mit 17.046 gezählten Eintritten der beste der ersten drei Tage. Am zwischenzeitlich wolkenverhangenen Samstag konnten sich noch 10.103 Badende motivieren, am deutlich kühleren Sonntag nur mehr 7.800. In Summe zählten die Open-Air-Bäder also exakt 34.949 Besucher.

Grundsätzlich differierte der Andrang in den einzelnen Freizeitoasen aber durchaus: Während das Gänsehäufel mit immerhin 7.447 Schwimmern die Rangliste anführte, verirrten sich ins Hadersdorf-Weidlingauer Bad gerade einmal 210 Besucher.

1. Mai "haut uns dann ordentlich ins Minus"
Aus monetärer Sicht sei der frühere Badespaß laut Kotinsky allerdings kein Gewinn. Bis dato kamen rund 85.000 Euro an den Tageskassen herein. Saisonkartengäste wurden hier aus technischen Gründen nicht berücksichtigt. "Wir werden uns am Donnerstag genau anschauen, was es uns gekostet und was es uns gebracht hat", kündigte der Bädersprecher an. Den 1. Mai werde man aus finanzieller Sicht jedenfalls deutlich spüren, denn an Feiertagen steht den Mitarbeitern ein 200-prozentiger Zuschlag zu: "Das haut uns dann ordentlich ins Minus."

Die heurige Badesaison wird voraussichtlich am 15. September enden. Kotinsky schloss aber nicht aus, dass man im Fall von Schönwetter heuer auch ein paar Tage später zusperren könne: "Da sind wir schon immer flexibler gewesen, weil länger geöffnet lassen leichter ist als früher aufsperren." Viel Verlängerung ist allerdings nicht drin, denn die Dienstverhältnisse der Bäder-Saisonkräfte laufen Ende September aus. "Und zusammenräumen und einwintern müssen wir auch noch", gab der Sprecher zu bedenken.

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