Die SPÖ Oberösterreich kommt einfach nicht zur Ruhe. Nach Landesparteichef Michael Lindner sollen Insidern zufolge noch weitere rote Genossen das „sinkende Schiff“ verlassen. Damit steuert das einst stolze „Polit-Schiff“ weiter auf einen riesigen Eisberg zu und droht womöglich daran zu zerschellen.
Der Kapitän verlässt als letzter das sinkende Schiff – das gilt wohl nur auf hoher See, nicht aber in der Politik. Glaubt man gut informierten SPÖ-Kreisen, dürfte Michael Lindners Ende nur die Spitze jenes Eisberges sein, mit dem die rote Titanic zu kollidieren droht.
2027 stehen in Oberösterreich Landtagswahlen an
Man muss kein Umfrageexperte sein, um zu erahnen: Für die 2027 stattfindende Landtagswahl dürfte es – gemessen an den jüngsten Wahlergebnissen in anderen Bundesländern – für die Sozialdemokraten in Oberösterreich äußerst eng werden. Was uns zu den eingangs erwähnten, möglichen Rochaden führt.
Florian Koppler und seine Anker
Insidern zufolge ist es ein offenes Geheimnis, dass Landesgeschäftsführer Florian Koppler als nächster roter Kapitän das Schiff verlässt und sich in andere Gewässer rettet. Zwei Szenarien stehen offenbar zur Auswahl. Rettungsanker eins: Florian Koppler scheidet als Landesgeschäftsführer aus und geht in die Wohnbauwirtschaft oder eine andere, SPÖ-nahe Institution.
Rettungsanker zwei (dieser scheint wahrscheinlicher): Florian Koppler wird Vize an der Seite des im Jänner zur Wahl stehenden Bürgermeisterkandidaten Dietmar Prammer. 14.000 Euro Bruttogehalt und ein Heimspiel in Linz würden hier winken.
Was tun mit Peter Binder?
Nach einem Rettungsboot Ausschau halten soll übrigens auch Peter Binder, Dritter Landtagspräsident, mit dem eher wenige als Spitzenkandidat 2027 rechnen. Denkbar wäre ein Wechsel in die Wohnbauwirtschaft; Gespräche mit Kommunalbetrieben soll es gegeben haben, sie führten aber nicht zum erhofften Ergebnis.
Zu guter Letzt stellt sich die Frage: Wen holt Alois Stöger, der die Landespartei interimistisch leitet, an Bord der roten Titanic? Der breite Pool an Kandidaten, von dem Florian Koppler zuletzt in Medien gesprochen hat, könnte womöglich nur Seemannsgarn sein.
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